Hackerangriff offenbart: GTA-Entwickler verdient täglich 1,1 Millionen Euro mit altem Spiel
Hackerangriff: GTA-Entwickler verdient täglich 1,1 Mio. Euro

Hackerangriff offenbart: GTA-Entwickler verdient täglich 1,1 Millionen Euro mit altem Spiel

Statt eines Aufschreis dürfte es bei „Grand Theft Auto“-Entwickler Rockstar Games und Publisher Take-Two aktuell Jubel geben. Kürzlich wurden zwar interne Informationen gestohlen und veröffentlicht. Aber anstelle eines Ruins erlebt die Aktie des Publishers einen bemerkenswerten Aufstieg an der Börse. Der Grund dafür ist ein überraschender Faktor: ein 13 Jahre altes Spiel.

Datenleck ohne neue GTA-6-Informationen

Vor wenigen Tagen entwendete die Hackergruppe ShinyHunters bei einem gezielten Angriff sensible Daten von Rockstar Games. Eine Lösegeldforderung ließen Studio und Publisher bewusst verstreichen: Es handle sich bei dem Material um „eine begrenzte Menge nicht wesentlicher Unternehmensinformationen“ und „Auswirkungen auf unser Unternehmen oder unsere Spieler“ seien ausgeschlossen. Daraufhin machte die Gruppe ihre Drohung wahr und stellte die gestohlenen Daten kostenlos ins Internet.

Neue Details zu „GTA 6“, der heiß ersehnten Fortsetzung der Kultreihe, die am 19. November 2026 erscheinen soll, liefern die veröffentlichten Informationen nicht. Stattdessen konzentrieren sie sich auf „GTA Online“ aus dem Jahr 2013. Dabei handelt es sich um eine Erweiterung des Spiels „Grand Theft Auto 5“, in der mehrere Spieler online gemeinsam zocken können.

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„GTA Online“ als wahre Goldgrube

Gegen reales Geld können Spieler in „GTA Online“ sogenannte „Shark Cards“ erwerben. Mit diesen Mikrotransaktionskarten lassen sich Beträge auf das virtuelle Konto im Spiel laden. Die nun veröffentlichten Daten offenbaren Erstaunliches: Allein im Jahr 2025 sollen Studio und Publisher durch diese Transaktionen im Durchschnitt rund 1,3 Millionen Dollar (etwa 1,1 Millionen Euro) pro Tag eingenommen haben. Pro Woche sollen es durchschnittlich 9,5 Millionen Dollar (rund 8 Millionen Euro) gewesen sein.

Diese Zahlen verdeutlichen, dass „GTA Online“ auch nach 13 Jahren eine kontinuierliche und äußerst profitable Einnahmequelle darstellt. Die Mikrotransaktionen haben sich zu einem stabilen finanziellen Fundament entwickelt, das unabhängig von neuen Veröffentlichungen Bestand hat.

Aktie von Take-Two im deutlichen Aufstieg

Die Enthüllungen sorgten für einen bemerkenswerten Boom der Aktie von Take-Two Interactive. Die Aktie stieg zuletzt um satte 12 Prozent an der Börse. Denn die veröffentlichten Informationen zeigen deutlich, dass Studio und Publisher trotz immenser Produktionskosten für „GTA 6“ – die auf über 2,6 Milliarden Euro geschätzt werden – nicht völlig auf dem Trockenen sitzen.

Rockstar Games kann sich die langwierige und kostspielige Entwicklung von „GTA 6“ offenbar problemlos leisten. Entgegen früheren Spekulationen ist das Studio deutlich weniger abhängig von der pünktlichen Veröffentlichung des neuen Titels. Denn selbst bei einer erneuten Verschiebung des Erscheinungstermins wird dank des 13 Jahre alten Vorgängers weiterhin kontinuierlich Geld fließen.

Die finanzielle Stabilität durch „GTA Online“ gibt den Entwicklern die notwendige Flexibilität, um „GTA 6“ ohne Zeitdruck zu perfektionieren. Dieser Umstand wird von Investoren offenbar sehr positiv bewertet, was den aktuellen Kursanstieg der Take-Two-Aktie erklärt.

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