Jenoptik stellt neuen Vorstandsvorsitzenden vor
Nachdem der Chefsessel beim Jenaer Technologiekonzern Jenoptik seit Mitte Februar vakant war, hat das Unternehmen nun einen Nachfolger für den überraschend ausgeschiedenen Stefan Traeger gefunden. Der Aufsichtsrat hat Dominic Dorfner zum neuen Vorstandsvorsitzenden bestellt, wie das Unternehmen aus Thüringen offiziell mitteilte.
Dreijähriger Vertrag für den neuen Chef
Der Mittvierziger wird sein neues Amt spätestens im Oktober 2026 antreten und für eine Dauer von drei Jahren die Geschicke des Unternehmens lenken. Aktuell leitet Dorfner noch den Anbieter für Leistungselektronik Semikron Danfoss, wo er für über 4.000 Beschäftigte verantwortlich ist. Der Physiker bringt damit umfangreiche Führungserfahrung in der Technologiebranche mit.
Die Berufung erfolgt in einer Phase des Umbruchs bei Jenoptik. Nicht nur an der Spitze des Vorstands gab es einen Wechsel – auch der Aufsichtsratsvorsitz wurde in jüngster Zeit neu besetzt. Das Unternehmen hatte das Geschäftsjahr 2025 mit eher enttäuschenden Zahlen abgeschlossen und steht nun vor der Herausforderung, eine Trendwende einzuleiten.
Herausforderungen für den MDax-Konzern
Jenoptik, das kürzlich in den MDax aufgestiegen ist, beschäftigt weltweit knapp 4.500 Mitarbeiter und zählt zu den wenigen börsennotierten Technologieunternehmen in Ostdeutschland. Für das laufende Jahr 2026 hat sich der Konzern ambitionierte Ziele gesetzt und will die zuletzt schwache Performance hinter sich lassen.
Der bisherige Vorstandsvorsitzende Stefan Traeger hatte das Unternehmen Mitte Februar ohne Angabe von Gründen verlassen, was in der Unternehmenslandschaft für Überraschung sorgte. Mit der Berufung von Dominic Dorfner schafft Jenoptik nun Klarheit über die künftige Führungsspitze und setzt auf Kontinuität durch die dreijährige Vertragsbindung.
Die Technologiebranche beobachtet die Entwicklung bei Jenoptik mit besonderem Interesse, da das Unternehmen als wichtiger industrieller Leuchtturm in Ostdeutschland gilt. Die kommenden Monate werden zeigen, wie der neue Vorstandsvorsitzende die strategische Ausrichtung des Konzerns gestaltet und die angestrebte Trendwende umsetzen kann.



