Lüneburger Bäckerei: Aus „Amerikanern“ werden „Grönländer“ als politisches Statement
Lüneburger Bäckerei: „Grönländer“ statt „Amerikaner“

Lüneburger Bäckerei: Aus „Amerikanern“ werden „Grönländer“ als politisches Statement

In Lüneburg hat eine Bäckerei mit einer ungewöhnlichen Umbenennung für Aufsehen gesorgt. Die De Heidbäcker GmbH hat ihr klassisches runden Gebäck, traditionell als „Amerikaner“ bekannt, kurzerhand in „Grönländer“ umgetauft. Geschäftsführer Jannik Harms beschreibt die Aktion als politisches Statement mit einem Augenzwinkern, das gleichzeitig Werbung für das Bäckerhandwerk sein soll.

Ein Statement mit Augenzwinkern

Jannik Harms, der den Betrieb in fünfter Generation gemeinsam mit seiner Frau Lisa führt, erklärt die Motivation hinter der Umbenennung. „Wir verstehen das als tolle Werbung für das Handwerk und wollten die Chance nutzen“, sagt er. Vor dem Geschäft in der Hansestadt steht ein Aufsteller, der für das Zuckerstück wirbt – mit dem Zusatz „Make cake not war“, was auf Deutsch etwa „Mach Kuchen, keinen Krieg“ bedeutet. Harms betont, dass eine Bäckerei für ihn ein Ort des Lebens sei, und Politik spiele eine große Rolle im Leben. Wer am Tresen einen „Amerikaner“ bestelle, bekomme ihn auch, nur auf dem Bon stehe eben „Grönländer“.

Positive Resonanz von Kunden und überregional

Die Reaktionen auf die Umbenennung sind durchweg positiv. Kunden wie Henning Willner finden die Idee originell und sagen: „Das sind Themen, die uns angehen.“ Eine Grundschullehrerin, die das Werbeschild erst kürzlich entdeckte, kommentiert: „Das finde ich richtig cool.“ Harms ist überrascht von der deutschlandweiten Resonanz, die sogar eine E-Mail einer Frau aus Prag einschließt, die ihre Anerkennung für die Idee ausdrückte.

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Hintergrund des ursprünglichen Namens

Wie der „Amerikaner“ zu seinem ursprünglichen Namen kam, ist nicht vollständig geklärt. Eine mögliche Erklärung ist, dass das hinzugefügte Backtriebmittel hauptsächlich aus Ammoniumhydrogencarbonat besteht, kurz „Ami“ genannt. Harms erwähnt auch, dass die runde Form manchmal einem Soldatenhelm nachempfunden sei. Das Gebäck wird normalerweise im Frühjahr und Herbst verkauft, und Harms plant, den neuen Namen beizubehalten, solange die USA unter Präsident Donald Trump ihre Übernahme-Pläne von Grönland nicht aufgeben. Zudem hat die Umbenennung den Absatz gesteigert.

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