Stadtwerke Quedlinburg erhalten neue Führungsstruktur nach internem Konflikt
Nach monatelangen Spannungen und schwerwiegenden Mobbing-Vorwürfen innerhalb der Stadtwerke Quedlinburg GmbH hat der Aufsichtsrat eine grundlegende Entscheidung getroffen. Das Unternehmen wird künftig von einer Doppelspitze geführt, nachdem der Konflikt zwischen der Belegschaft und dem bisherigen alleinigen Geschäftsführer eskaliert war.
Oberbürgermeister bestätigt Personalentscheidung
Oberbürgermeister Frank Ruch von der CDU hat auf Anfrage bestätigt, dass die Entscheidung über die Besetzung der neu geschaffenen Position eines zweiten Geschäftsführers bereits gefallen ist. "Der Aufsichtsrat hat vor dem Hintergrund der anhaltenden Konflikte beschlossen, eine Doppelspitze einzurichten", erklärte Ruch. Die Stelle war zuvor ausgeschrieben worden, um eine schnelle Lösung für die angespannte Situation zu finden.
Hintergrund der Personalentscheidung
Die Entscheidung für einen zusätzlichen Geschäftsführer erfolgte direkt als Reaktion auf die monatelangen Spannungen innerhalb des Unternehmens. Mobbing-Vorwürfe gegen den bisherigen alleinigen Geschäftsführer hatten zu einem tiefgreifenden Vertrauensverlust in der Belegschaft geführt. Der Aufsichtsrat sah sich daher gezwungen, schnell zu handeln und strukturelle Veränderungen vorzunehmen.
Der neue Co-Geschäftsführer soll unverzüglich seine Arbeit aufnehmen und direkt in die laufenden Geschäfte eingreifen. Seine Hauptaufgaben werden sein:
- Die Wiederherstellung des Vertrauens innerhalb der Belegschaft
- Die Übernahme spezifischer Führungsaufgaben neben dem bisherigen Geschäftsführer
- Die Umsetzung von Maßnahmen zur Konfliktlösung und Betriebsklimaverbesserung
- Die Sicherstellung eines reibungslosen Unternehmensbetriebs während der Übergangsphase
Reaktionen und weitere Entwicklung
Die Einführung der Doppelspitze wird als entscheidender Schritt zur Bewältigung der internen Krise bei den Stadtwerken Quedlinburg gewertet. Der Aufsichtsrat hat deutlich Tempo gemacht, um eine Eskalation des Konflikts zu verhindern und die Arbeitsfähigkeit des kommunalen Unternehmens zu erhalten.
Die genaue Aufgabenteilung zwischen den beiden Geschäftsführern sowie die konkreten Maßnahmen zur Beilegung des Mobbing-Konflikts werden in den kommenden Wochen ausgearbeitet. Beobachter erwarten, dass die neue Führungsstruktur zu mehr Transparenz und besserer Kommunikation innerhalb des Unternehmens führen wird.
Die Stadtwerke Quedlinburg GmbH ist ein wichtiger kommunaler Versorger in der Region Harz, dessen stabile Führung für die Versorgungssicherheit der Bevölkerung von entscheidender Bedeutung ist.



