Unicredit startet offizielles Übernahmeangebot für Commerzbank
Unicredit startet offizielles Übernahmeangebot für Commerzbank

Die italienische Großbank Unicredit hat ihr offizielles Übernahmeangebot für die Commerzbank vorgelegt. Wie das Institut in Mailand mitteilte, können Aktionäre des Dax-Konzerns ihre Anteile bis zum 16. Juni gegen neue Unicredit-Aktien eintauschen. Das Angebot kann bis zum 3. Juli verlängert werden.

Unicredit-Chef Andrea Orcel zeigte sich zuversichtlich, mit dem Angebot die Übernahme voranzutreiben. „Ich glaube, dass man durch das Angebot die Dinge voranbringen kann“, sagte Orcel in Frankfurt. Die Unicredit kontrolliert bereits knapp 30 Prozent der Commerzbank-Anteile.

Das Tauschangebot sieht vor, dass Commerzbank-Aktionäre für jede Aktie 0,485 neue Unicredit-Aktien erhalten. Auf Basis eines Dreimonats-Durchschnittskurses bewertet die Unicredit die Anteile mit 34,35 Euro pro Commerzbank-Aktie. Die Commerzbank wird damit insgesamt mit knapp 35 Milliarden Euro bewertet.

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Die Commerzbank teilte mit, sie nehme die Angebotsunterlage zur Kenntnis. Vorstand und Aufsichtsrat werden das Angebot sorgfältig prüfen und innerhalb der gesetzlichen Frist eine begründete Stellungnahme abgeben. Das Management und die Belegschaft der Commerzbank wehren sich seit Monaten gegen das aus ihrer Sicht feindliche Vorgehen Orcels.

Orcel räumte ein, dass die Unicredit nicht erwarte, mit dem Angebot die Kontrollmehrheit zu erlangen. Das wahrscheinlichste Szenario sei, unter 50 Prozent zu bleiben. „Unser Interesse gilt vielmehr der Umsetzung unserer Agenda und der Sicherstellung, dass die Commerzbank ihr volles Potenzial ausschöpft“, sagte Orcel.

Der deutsche Staat hält noch gut zwölf Prozent an der Commerzbank und will diese nicht verkaufen. Orcel zeigte Verständnis für die Haltung der Regierung: „Wenn sie nicht verkaufen wollen, haben wir in Deutschland einen starken Partner, nämlich die Regierung. Und das ist großartig.“

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