Goldpreis fällt: Goldman Sachs senkt Prognose um 500 Dollar auf 4900 US-Dollar
Goldpreis fällt: Goldman Sachs senkt Prognose

Der Goldpreis verzeichnet weiterhin einen Abwärtstrend. Nach einem zwischenzeitlichen Rückfall auf das Jahresanfangsniveau und einer kurzlebigen Erholung hat sich der negative Trend wieder etabliert. Das Edelmetall notiert erneut im Minus, was auch den Analysten von Goldman Sachs Sorgen bereitet, wie die Nachrichtenplattform Seeking Alpha berichtet.

Goldman Sachs senkt Goldpreisprognose um 500 Dollar

Die Investmentbank hat ihre Goldpreisprognose für das Jahresende um 500 US-Dollar je Unze nach unten korrigiert. Als Begründung nennt sie die Erwartung, dass die US-Notenbank Federal Reserve die Leitzinsen 2026 unverändert lassen wird. Zugleich mehren sich Stimmen, die sogar über eine Zinserhöhung spekulieren. Das revidierte Kursziel von 4900 US-Dollar (rund 4280 Euro) je Unze für Dezember lässt zwar weiterhin steigende Goldpreise in der zweiten Jahreshälfte erwarten – allerdings in geringerem Ausmaß als bislang angenommen.

Aktueller Goldpreis: 3604 Euro je Unze

Der Goldpreis richtet sich vor allem nach Angebot und Nachfrage: Steigt die Nachfrage bei begrenztem Angebot, erhöht sich in der Regel auch der Preis. Üblicherweise wird der Goldpreis pro Feinunze angegeben – das entspricht rund 31,1 Gramm. Hier die aktuellen Preise in Euro (Stand: 23. Juni 2026, 08:37 Uhr, Quelle: Gold.de):

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  • 1 Gramm: 115,87 Euro
  • 10 Gramm: 1178,00 Euro
  • 100 Gramm: 11.626,12 Euro
  • 1 Unze: 3604,05 Euro

Der Goldpreis ist im Vergleich zum Vortag um minus 1,72 Prozent gesunken. Im Jahr 2025 verzeichnete Gold einen Wertzuwachs von 47,49 Prozent. Mit dem jüngsten Rückgang hat sich das Bild für 2026 gewandelt: Lag das Plus zwischenzeitlich bei rund 20 Prozent, beträgt es seit Jahresbeginn mittlerweile ein Minus von 2,42 Prozent. (Quelle: Gold.de).

Goldpreis 2026: Rekord im März, aber aktuell deutlich niedriger

Der Goldpreis legte in den vergangenen Monaten ein starkes Wachstum hin. Am 2. März erreichte der Goldpreis mit 4553,24 Euro einen neuen Schlusskurs-Rekord. Im Tagesverlauf liegt er mit 3604 Euro pro Unze deutlich darunter. Wichtig: Dabei handelt es sich um einen Wert aus dem laufenden Tageskurs, der Schlusskurs kann anders ausfallen.

Experten erwarten weiterhin steigende Kurse

Ob der Goldpreis in diesem Jahr fällt oder steigt, lässt sich pauschal nicht beantworten. Es gibt mehrere Prognosen. Die meisten Analysten gehen eher von einem steigenden Goldpreis aus. Gold ist vor allem in Krisenzeiten eine beliebte Wertanlage.

Faktoren, die den Goldpreis beeinflussen

Den Goldpreis beeinflussen eine Vielzahl von Faktoren. Zu den wichtigsten gehören geldpolitische Entscheidungen in Bezug auf Zinssätze oder Inflation durch große Zentralbanken wie die US-Notenbank (Fed) oder die Europäische Zentralbank (EZB). Steigende Zinsen machen zinstragende Anlagen attraktiver, was den Goldpreis drückt. Ein niedriges Zinsumfeld und eine hohe Inflation stärken hingegen die Position von Gold als Wertspeicher. Auch geopolitische Spannungen, Kriege oder wirtschaftliche Unsicherheit führen oft zu einer höheren Nachfrage und dadurch zu einem steigenden Goldpreis.

Gold als langfristige Wertanlage

Gold wirft keine laufenden Zinsen ab, daher ist die langfristige Wertentwicklung nicht mit Aktien oder ETFs zu vergleichen. Wer Anfang 1990 eine Unze Gold für rund 334 Euro erwarb, steht heute dennoch im Plus. Der Goldpreis liegt aktuell bei etwa 3665 Euro pro Unze. Zudem gilt das Edelmetall als wertbeständig und krisensicher. Viele Menschen nutzen es, um ihr Vermögen gegen schwierige Zeiten abzusichern. Außerdem gibt es kein sogenanntes Kontrahentenrisiko. Gold kann nicht gänzlich an Wert verlieren. Wer sein Gold länger als zwölf Monate hält, muss beim Verkauf zudem keine Steuern zahlen.

Anonyme Goldkäufe: Obergrenze in Deutschland

Der Goldkauf ist in Deutschland nur bis zu einer bestimmten Summe anonym möglich. Wer ohne Angabe von persönlichen Informationen vor Ort Gold kaufen möchte, muss sich an eine Preisgrenze halten. Diese liegt seit 2020 bei 1999,99 Euro. Vorher waren anonyme Käufe bis 9999,99 Euro möglich. Diese Änderung ist auf das Geldwäschegesetz (GWG) zurückzuführen. Händler müssen oberhalb der Grenze die Informationen des Käufers überprüfen und dokumentieren.

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Seriöse Goldhändler erkennen

Auch beim Goldkauf gibt es viele unseriöse Anbieter. Anleger sollten daher nur bei seriösen und etablierten Händlern einkaufen. Vertrauenswürdige Anbieter sind transparent, was Preise, Herkunft und Echtheit angeht. Die Produkte unterliegen strengen Qualitätskontrollen und stammen aus anerkannten Prägeanstalten. So lassen sich seriöse Händler ausfindig machen: Kundenbewertungen, Mitgliedschaft in Fachverbänden (beispielsweise Berufsverband des Deutschen Münzenfachhandels e. V.), Impressum auf der Website, klare Geschäftsbedingungen, realistische Preise im Vergleich zu anderen Anbietern und zum aktuellen Goldpreis sowie Angebot von bekannten Marken (beispielsweise Heraeus oder Umicore).