Kind verweigert Sonnencreme? Experten-Tipps für Eltern
Kind verweigert Sonnencreme? Tipps von Experten

Viele Kinder weigern sich, Sonnencreme aufzutragen, was zu Sonnenbränden und langfristigen Hautschäden führen kann. Die Münchner Dermatologin Dr. med. Susanne Steinkraus erklärt im Interview mit der Funke Mediengruppe, wie Eltern ihre Kinder zum Eincremen motivieren und welche Produkte sie verwenden sollten.

Vorleben ist der Schlüssel

„Eltern sollten ihren Kindern vorleben, wie wichtig Sonnenschutz ist“, sagt Steinkraus. Das bedeutet, dass Erwachsene sich selbst regelmäßig eincremen und dies als selbstverständlichen Teil der Tagesroutine zeigen. Kinder imitieren das Verhalten der Eltern, daher ist konsequentes Vorleben entscheidend.

Welche Sonnencreme ist geeignet?

Die Expertin rät zu wasserfesten Sonnencremes mit Lichtschutzfaktor (LSF) 50 oder höher. „Achten Sie auf mineralische Filter, die weniger Hautreizungen verursachen“, empfiehlt sie. Vermeiden sollten Eltern Produkte mit Duftstoffen oder Alkohol, da diese die empfindliche Kinderhaut reizen können.

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Tricks bei Verweigerung

Wenn Kinder sich sträuben, helfen spielerische Ansätze: „Machen Sie das Eincremen zu einem Spiel, zum Beispiel mit einem ‚Creme-Tanz‘ oder indem Sie das Kind selbst eincremen lassen“, so Steinkraus. Auch spezielle Applikatoren wie Schwämme oder Roller können die Akzeptanz erhöhen. Wichtig ist, dass die Creme dick aufgetragen wird und alle Hautpartien bedeckt.

Was tun bei Sonnenbrand?

Bei einem leichten Sonnenbrand empfiehlt die Dermatologin kühlende Umschläge und feuchtigkeitsspendende Lotionen. „Bei schweren Verbrennungen mit Blasenbildung sollten Eltern einen Arzt aufsuchen“, warnt sie. Sonnenbrände in der Kindheit erhöhen das Risiko für Hautkrebs im Erwachsenenalter deutlich.

Regeln für den Sonnenschutz

Steinkraus betont: „Kinder unter einem Jahr sollten gar nicht direkter Sonne ausgesetzt werden.“ Für ältere Kinder gilt: Mittagssonne meiden, Schatten aufsuchen und Kleidung als zusätzlichen Schutz nutzen. „Sonnencreme allein reicht nicht aus“, sagt sie. Die Anwendung sollte alle zwei Stunden wiederholt werden, besonders nach dem Baden oder Schwitzen.

Die Dermatologin fasst zusammen: „Sonnencreme ist ein Teil der Fürsorge, den Eltern ernst nehmen müssen. Mit den richtigen Tricks wird das Eincremen zur Routine, die Kinder ein Leben lang begleitet.“

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