SPIEGEL+ Paywall: Artikel nach 30 Tagen oder 10 Aufrufen gesperrt
SPIEGEL+ Paywall: Artikel nach 30 Tagen gesperrt (28.06.2026)

Der SPIEGEL hat seine Paywall-Strategie verschärft: Artikel sind nun nur noch für 30 Tage oder maximal zehn Aufrufe frei zugänglich. Danach wird der Inhalt gesperrt und Leser müssen ein kostenpflichtiges Digital-Abo abschließen, um weiterlesen zu können. Die Maßnahme betrifft alle Inhalte auf SPIEGEL.de und in der App.

Neue Zugriffsbeschränkungen im Detail

Bislang konnten Nutzer Artikel ohne Einschränkung aufrufen, sofern sie nicht hinter der Bezahlschranke lagen. Mit der neuen Regelung wird der Zugriff zeitlich und mengenmäßig begrenzt. Ein Link, der älter als 30 Tage ist oder bereits zehnmal geöffnet wurde, führt zu einer Sperrseite mit der Meldung: „Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen. Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet.“

Abomodelle und Preise

Um weiterhin auf alle Inhalte zugreifen zu können, bietet der SPIEGEL verschiedene Abonnements an. Das günstigste Einstiegsangebot ist „SPIEGEL plus“ für Neukunden: 1 Euro für die ersten vier Wochen, danach 5,99 Euro pro Woche. Dieses Abo beinhaltet freien Zugriff auf alle S+-Artikel auf SPIEGEL.de und in der App, die wöchentliche digitale Ausgabe des SPIEGEL inklusive E-Paper (PDF), das Digital-Archiv und den S+-Newsletter. Es ist jederzeit kündbar.

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Für längere Laufzeiten gibt es das „SPIEGEL plus 52 Wochen“-Angebot: 25 Prozent Rabatt, also 4,49 Euro pro Woche für 52 Wochen, danach 5,99 Euro pro Woche. Auch hier sind alle genannten Leistungen enthalten, und die Laufzeit ist rabattiert.

Bestehende Print-Abonnenten können einen vergünstigten Digital-Zugang bestellen. Zudem gibt es ein Monatsabo und ein Jahresabo, deren Preise dynamisch geladen werden. Für iTunes-Nutzer wird das Abo über den iTunes-Account abgewickelt und verlängert sich automatisch, sofern nicht rechtzeitig gekündigt wird.

Hintergrund und Auswirkungen

Die Verschärfung der Paywall ist Teil der Digitalstrategie des SPIEGEL, um mehr zahlende Abonnenten zu gewinnen. Nach eigenen Angaben möchte der Verlag damit die Unabhängigkeit und Qualität des Journalismus sichern. Kritiker bemängeln jedoch, dass die Zugangsbeschränkungen den freien Informationsfluss behindern. Leser, die regelmäßig Artikel teilen oder auf ältere Inhalte verweisen, sind besonders betroffen.

Die neue Regelung gilt rückwirkend für alle veröffentlichten Artikel. Nutzer, die einen gesperrten Link erhalten, werden aufgefordert, sich einzuloggen, falls sie bereits ein Digital-Abo besitzen. Andernfalls können sie direkt ein Abo abschließen. Die Startseite bleibt weiterhin frei zugänglich.

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