SPIEGEL+ Paywall: Artikel nach 30 Tagen oder 10 Aufrufen gesperrt
SPIEGEL+ Paywall: Artikel nach 30 Tagen oder 10 Aufrufen gesperrt (02.07.2026)

SPIEGEL+ führt neue Zugriffsbeschränkung für Premium-Artikel ein

Der Nachrichtenspiegel hat seine Paywall-Strategie verschärft. Wie aus einer aktuellen Systemmeldung hervorgeht, können Leser auf bestimmte Artikel nur noch für einen begrenzten Zeitraum oder eine begrenzte Anzahl von Aufrufen zugreifen. Konkret heißt es: „Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet.“ Diese Einschränkung betrifft offenbar Inhalte, die hinter der Bezahlschranke von SPIEGEL+ liegen.

Zugriff nur noch mit kostenpflichtigem Abo

Wer einen solchen Artikel lesen möchte, wird aufgefordert, ein SPIEGEL+-Abonnement abzuschließen. Die Angebote umfassen ein Monatsabo für 1 Euro in den ersten vier Wochen (danach 5,99 Euro pro Woche) sowie ein Jahresabo mit 25 Prozent Rabatt (4,49 Euro pro Woche für 52 Wochen, danach 5,99 Euro pro Woche). Bestehende Digital-Abonnenten können sich einloggen, Print-Abonnenten erhalten einen rabattierten Digitalzugang. Die neue Regelung gilt offenbar für alle Premium-Inhalte, die über soziale Medien oder Direktlinks geteilt werden.

Hintergrund der Maßnahme

Die Maßnahme zielt darauf ab, die Zahl der zahlenden Abonnenten zu erhöhen und die Einnahmen aus dem Digitalgeschäft zu steigern. Bislang waren viele SPIEGEL+-Artikel nach einer gewissen Zeit frei verfügbar oder ohne Einschränkungen über Links abrufbar. Mit der neuen Beschränkung auf 30 Tage oder zehn Aufrufe will der Verlag die Exklusivität seiner Inhalte wahren und Anreize für ein Abonnement schaffen. Laut eigenen Angaben hat der Spiegel bereits über 500.000 Digital-Abonnenten, Tendenz steigend.

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Reaktionen der Leser

In Foren und sozialen Netzwerken äußern sich Nutzer verärgert über die Verschärfung. Viele kritisieren, dass selbst kurze Verweise auf Artikel in Chats oder E-Mails nach kurzer Zeit ins Leere laufen. Ein Nutzer schrieb: „Früher konnte man einen interessanten Artikel teilen, und er war auch nach Wochen noch lesbar. Jetzt ist er nach 30 Tagen weg – das ist eine Zumutung.“ Der Verlag hat sich bislang nicht offiziell zu den Reaktionen geäußert.

Auswirkungen auf die Leserschaft

Die Neuerung dürfte vor allem Gelegenheitsleser treffen, die nur ab und zu auf SPIEGEL+-Artikel stoßen. Für sie lohnt sich ein Abo möglicherweise nicht, sodass sie künftig auf andere Nachrichtenquellen ausweichen könnten. Andererseits erhofft sich der Spiegel eine höhere Konversionsrate von Gelegenheitslesern zu Abonnenten. Ob die Maßnahme langfristig erfolgreich sein wird, bleibt abzuwarten. Fest steht: Die Paywall wird immer undurchlässiger.

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