Stilvoll sparen bei der Hochzeitskleidung: Secondhand und Co.
Stilvoll sparen bei der Hochzeitskleidung

Die Hochzeit zählt für viele Paare zu den teuersten Tagen im Leben. Doch beim Outfit lässt sich sparen, indem man abseits der klassischen Brautmodenangebote sucht. Stilberaterin Dunja Heß erklärt: „Oft wird Kleidung teurer, sobald sie das Label Hochzeit trägt.“ Wer stattdessen nach festlicher Kleidung in Weiß- oder Cremetönen Ausschau hält, wird etwa in Abend- oder Businessabteilungen fündig – und das oft zu niedrigeren Preisen.

Accessoires und Secondhand als Sparoption

Zudem lohne es sich, zu Accessoires zu greifen, die man nicht nur am Hochzeitstag trägt. Schuhe oder Schmuck, die später im Alltag weiterverwendet werden können, verbessern das sogenannte „Cost-per-Wear“ – die Kosten pro Tragen des Kleidungsstücks. Eine oft unterschätzte Alternative sind Sample Sales, sagt Doris Nothnagel, die einen Podcast rund ums Brautkleid hostet und eine Brautmoden-Boutique in Stuttgart betreibt. Wenn Brautmodengeschäfte ihre Kollektionen wechseln, verkaufen sie Ausstellungsstücke häufig deutlich günstiger. „Da kann man hochwertige Kleider zu einem reduzierten Preis bekommen“, so Nothnagel.

Tipps für den Kauf

Auch ein Blick auf kleinere Geschäfte abseits teurer Innenstadtlagen kann sich lohnen, da dort die laufenden Kosten geringer sind und die Preise niedriger ausfallen. Beim Onlinekauf rät Stilberaterin Heß zu genauer Vorbereitung: Käuferinnen sollten Materialangaben prüfen und Größentabellen vergleichen. Wichtig sind auch die Rückgabekonditionen. Und: Planen Sie Änderungen ein. Kürzen oder enger machen sei meist problemlos möglich, sagt Heß. Schwieriger werde es, ein Kleid deutlich zu erweitern, da dafür oft der nötige Stoff fehlt.

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Das gilt auch für Secondhand-Brautmode. Viele gebrauchte Kleider sind bereits auf eine andere Braut angepasst und gereinigt worden. „Weitere Änderungen können die Ersparnis schnell relativieren“, warnt Nothnagel. Zudem habe die hohe Nachfrage nach Secondhand-Brautkleidern in den vergangenen Jahren die Preise steigen lassen.

Altes Outfit aufwerten

Grundsätzlich empfiehlt Doris Nothnagel, beim Kauf auch an die Zeit nach der Hochzeit zu denken. Idealerweise lasse sich das Outfit mit kleinen Änderungen später noch einmal tragen. Das schone nicht nur den Geldbeutel, sondern auch Ressourcen. Sparpotenzial gibt es auch beim Bräutigam: Statt eines komplett neuen Outfits lässt sich ein vorhandener Anzug mit Weste, Krawatte oder anderen Accessoires festlicher gestalten. Alternativ können reduzierte Modelle aus Vorjahreskollektionen eine Option sein.

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