In den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gehen die Domgemeinden unterschiedlich mit der Frage von Eintrittsgeldern um. Während der Kölner Dom ab Juli 12 Euro Eintritt verlangt, bleiben viele große Kirchen in der Region kostenfrei zugänglich.
Kostenfreier Eintritt in vielen Domen
Der Erfurter Dom, der Magdeburger Dom sowie die Kathedrale in Dresden erheben keinen Eintritt. Auch der Dom St. Petri in Bautzen und die Kathedrale St. Jakobus in Görlitz, die Bischofskirche des römisch-katholischen Bistums, sind kostenfrei zugänglich. Allerdings werden Spenden gerne angenommen. Für Führungen durch die Gotteshäuser müssen Besucher jedoch ein Ticket erwerben.
Eintrittspreise zwischen 5 und 9,50 Euro
Andere Gemeinden verlangen für den Besuch ihrer Dome eine Gebühr. In Naumburg müssen Individualbesucher 9,50 Euro zahlen, ermäßigt sind es 6 Euro. Eine Domführung kostet dort 12,50 Euro pro Person. Den gleichen Preis für Führungen verlangt der Dom in Merseburg, wo der reguläre Eintritt für Schüler und Studenten auf 3 Euro reduziert ist. Besucher mit einem von der Kirche ausgestellten Pilgerausweis erhalten kostenfreien Eintritt.
Im Dom zu Meißen werden 7 Euro fällig, ermäßigt 6 Euro, für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre 3,50 Euro. Eine Führung kostet dort 10 Euro. Der Freiberger Dom verlangt 5 Euro Eintritt, ermäßigt 4 Euro. Für eine einstündige Führung sind 7 beziehungsweise 5 Euro zu zahlen, mit Orgelmusik 8 beziehungsweise 6 Euro. Ein Ticket für den Dom St. Marien in Zwickau kostet für Erwachsene regulär 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Kinder bis zum Alter von 8 Jahren haben freien Eintritt.
Frauenkirche in Dresden bleibt kostenfrei
Die bei Touristen beliebte Dresdner Frauenkirche erhebt während der Zeiten der „Offenen Kirche“ keinen Eintritt. Nach Aussagen der Stiftung Frauenkirche soll dies auch in Zukunft so bleiben. Lediglich für den Aufstieg zur Kuppel fallen Gebühren an.
Kölner Dom: 12 Euro Eintritt ab Juli
Das Kölner Domkapitel hatte kürzlich mitgeteilt, ab Juli von Besuchern 12 Euro Eintritt zu verlangen. Damit sollen die gestiegenen Kosten für Pflege, Schutz und den laufenden Betrieb gedeckt werden. Gottesdienstbesucher sowie Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins bleiben jedoch von der Gebühr befreit. Auch der Zugang zu Opferlichtern und zum stillen Gebet in bestimmten Bereichen bleibt kostenfrei. Zudem soll jährlich an bestimmten Tagen kein Eintritt verlangt werden.



