Eine Woche nach dem Erlass von Wasserverboten in München haben die Bürger ihren täglichen Verbrauch deutlich reduziert. Laut einem Sprecher der Münchner Stadtwerke lag die Gesamttendenz zuletzt bei unter 320 Millionen Liter pro Tag.
Damit sank der Verbrauch noch etwas unter den Wert des ersten Tages nach Inkrafttreten der Verbote. Während der extremen Hitzewelle Ende Juni hatte der tägliche Verbrauch noch bei rund 400 Millionen Litern gelegen.
Allgemeinverfügung vom 14. Juli
Die Stadt München erließ am 14. Juli eine Allgemeinverfügung, um die drohende Wasserknappheit zu bekämpfen. Seitdem sind unter anderem das Befüllen von Planschbecken, das Sprengen des Rasens und die private Autowäsche untersagt. Bei Verstößen können Bußgelder von bis zu 50.000 Euro verhängt werden.
Ob der Rückgang direkt auf die Verbote zurückzuführen ist, bleibt unklar. Die Stadtwerke wiesen darauf hin, dass auch die vereinzelten Niederschläge und die niedrigeren Temperaturen der vergangenen Tage den Bedarf gesenkt haben könnten.
Task Force beobachtet die Lage
Eine „Task Force“ der Stadt München zum Trinkwasser überwacht die weitere Entwicklung des Verbrauchs und die Situation in den Gewinnungsgebieten. Das Referat für Klima- und Umweltschutz erklärte, man werde „je nach Entwicklung der Lage“ über eine Änderung der Regeln entscheiden.
Sofern sich die Situation nicht ändert, gelten die Verbote vorerst bis zum 1. August. Die Anordnung betrifft auch sieben Umlandgemeinden, die von den Münchner Stadtwerken mitversorgt werden: Aschheim, Garching, Neubiberg, Neuried, Oberschleißheim, Unterföhring und Unterhaching.



