Die Berliner Linke schickt Elif Eralp ins Rennen um das Amt des Regierenden Bürgermeisters. Die 38-jährige Politikerin will bei der Abgeordnetenhauswahl 2026 Amtsinhaber Kai Wegner (CDU) herausfordern. Eralp, die derzeit als Sprecherin für Stadtentwicklung und Wohnen fungiert, kündigte an, sich für bezahlbare Mieten und eine saubere Stadt einzusetzen.
In einem Interview mit dem SPIEGEL erklärte Eralp, dass sie den Kampf gegen hohe Mieten und Müll in der Hauptstadt zu ihren zentralen Anliegen mache. Sie kritisierte die bisherige Politik des Senats und forderte eine Kehrtwende in der Wohnungs- und Abfallpolitik. Die Linke wolle zeigen, dass sie regierungsfähig sei und eine echte Alternative zur aktuellen Koalition biete.
Eralp betonte, dass Berlin eine soziale und ökologische Wende brauche. Sie verwies auf die wachsende Ungleichheit in der Stadt und die steigenden Lebenshaltungskosten, die viele Bürger belasteten. Die Linke wolle mit konkreten Vorschlägen punkten, darunter die Einführung eines Mietendeckels und eine bessere Mülltrennung und -vermeidung.
Die Herausforderin zeigte sich zuversichtlich, dass die Linke bei der Wahl 2026 zulegen könne. Sie verwies auf Umfragen, die der Partei aktuell rund 14 Prozent zuschreiben. Damit wäre die Linke zwar noch weit von der Regierungsbeteiligung entfernt, aber Eralp hofft auf einen Aufwärtstrend. Die Entscheidung über die Spitzenkandidatur fällt auf einem Parteitag im Frühjahr 2025.
Kai Wegner, der seit 2023 Regierender Bürgermeister ist, hat sich noch nicht offiziell zur Wiederwahl geäußert. In der aktuellen Koalition aus CDU und SPD gibt es jedoch Spekulationen, dass Wegner erneut antreten wird. Die Berliner Linke sieht in Eralp eine junge und dynamische Kandidatin, die neue Wählerschichten ansprechen soll.



