In Berlin haben am Montag rund 40 Aktivisten der Gruppe „Peacefully against Genocide“ vor einem Büro des Rüstungskonzerns Rheinmetall protestiert und sich dort festgeklebt. Die Demonstranten wenden sich gegen die Umrüstung eines ehemaligen Werks für Autoteile in Berlin-Wedding zu einer Produktionsstätte für Waffenkomponenten.
Hintergrund des Protests
Die Umstellung des Werks war bereits im vergangenen Jahr bekannt geworden. Rheinmetall plant, in dem Gebäude künftig Teile für Militärfahrzeuge und Waffensysteme zu fertigen. Die Aktivisten sehen darin einen Widerspruch zu Friedensbemühungen und kritisieren die Rolle des Konzerns in Konflikten weltweit. „Wir wollen nicht, dass aus unserer Nachbarschaft Waffen für Kriege kommen“, erklärte ein Sprecher der Gruppe.
Reaktionen und Ausblick
Die Polizei war mit mehreren Einsatzkräften vor Ort und löste die Blockade nach einigen Stunden auf. Gegen die Demonstranten wurden Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs erstattet. Rheinmetall selbst äußerte sich bislang nicht zu dem Vorfall. Das Unternehmen hatte die Umstellung des Werks mit der gestiegenen Nachfrage nach Rüstungsgütern begründet.



