Sachsen-Anhalt wird vom 1. Oktober 2026 bis zum 30. September 2027 den Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) übernehmen. Dies teilte die Staatskanzlei in Magdeburg mit. In dieser Zeit sind unter anderem zwei Zusammenkünfte der Regierungschefs der Länder mit dem Bundeskanzler geplant.
Der erste wichtige Termin wird die Jahres-MPK sein, die vom 21. bis 23. Oktober 2026 vorgesehen ist. Die MPK tagt üblicherweise etwa im Dreimonatsrhythmus, zudem sind Sonderkonferenzen möglich. Aktuell liegt der Vorsitz beim Land Rheinland-Pfalz, die Reihenfolge wird langfristig festgelegt.
Laut Regierungssprecherin Tanja Andrys wirkt sich ein Regierungswechsel nicht unmittelbar auf das weitere Konferenzgeschehen aus. Dies gelte auch dann, wenn ein Regierungschef geschäftsführend im Amt sei. Dieser Fall könnte im Herbst in Sachsen-Anhalt eintreten, da Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) bei der Landtagswahl am 6. September 2026 antritt.
In Umfragen lag die AfD mit ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zuletzt vorn. Wie schnell nach der Wahl eine neue Landesregierung gebildet wird, ist offen. 2021 hatte es in Sachsen-Anhalt gut drei Monate gedauert.
Im Rahmen des MPK-Vorsitzes könnte es mehrere Termine in der Landesvertretung Sachsen-Anhalts in Berlin geben. Das Gebäude wird derzeit baulich ertüchtigt, da der Lärmschutz in zur Stadtbahn gelegenen Räumen nicht mehr den geltenden Standards entspricht. Geplant ist ein Austausch von Fensterelementen im Sachsen-Anhalt-Saal sowie in angrenzenden Bereichen.
Die Sanierung soll in der parlamentarischen Sommerpause 2026 abgeschlossen werden. Die Kosten liegen bei rund 775.000 Euro.



