SPD-Kandidatin: Keine Bebauung am Tempelhofer Feld als Koalitionsbedingung
Tempelhofer Feld: SPD will Bebauung verhindern

Die Berliner SPD hat ihre Position zum Tempelhofer Feld bekräftigt: Eine Randbebauung des weitläufigen Areals kommt für die Sozialdemokraten nicht infrage. Dies erklärte die SPD-Direktkandidatin für Tempelhof-Schöneberg, Melanie Kühnemann-Grunow, am Freitagnachmittag in einem Gespräch mit Mitgliedern der Initiative „100 Prozent Tempelhofer Feld“ (THF100). Sie machte deutlich, dass der Verzicht auf eine Bebauung für ihre Partei eine rote Linie darstelle. Gegenüber dem Tagesspiegel sagte sie: „Das ist für uns eine rote Linie.“

Koalitionsbedingung für mögliche Regierungsbildung

Kühnemann-Grunow will die Ablehnung einer Randbebauung sogar zur Bedingung für eine mögliche Koalition machen. Dies bedeutet, dass die SPD nur dann in eine Regierung eintreten würde, wenn der Koalitionspartner ebenfalls auf jegliche Bebauung des Tempelhofer Felds verzichtet. Das Gelände solle stattdessen „zu einem richtigen Park“ werden, so die Kandidatin.

Spitzenkandidat Steffen Krach mit anderer Position

Der SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach hingegen sieht die Zukunft des Felds anders. Er möchte das Gelände weiterentwickeln, ohne jedoch konkrete Pläne für eine Bebauung zu nennen. Dieser Unterschied in der Positionierung könnte innerhalb der SPD noch für Diskussionen sorgen. Die Initiative THF100 setzt sich seit Jahren für den Erhalt des Tempelhofer Felds als unbebaute Freifläche ein und begrüßt die klare Haltung von Kühnemann-Grunow.

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Hintergrund: Das Tempelhofer Feld

Das Tempelhofer Feld ist eine der bekanntesten Freiflächen Berlins. Es war früher ein Flughafen und wird heute von der Bevölkerung als Park und Erholungsgebiet genutzt. Immer wieder gibt es Debatten über eine mögliche Randbebauung, etwa für Wohnungen oder Gewerbe. Die SPD hat sich nun klar positioniert und macht dies zur Koalitionsfrage.

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