Der Berliner Tierpark im Osten der Stadt hat im vergangenen Jahr erneut unter niedrigen Besucherzahlen gelitten. Nachdem bereits 2024 weniger Menschen kamen als im Vorjahr, sei auch im Jahr 2025 die erhoffte Erholung ausgeblieben, teilten die Senatsverwaltung für Finanzen und der Tierpark auf eine SPD-Anfrage mit.
Mehrere negative Faktoren belasten den Tierpark
Im Jahr 2025 trafen mehrere äußere Umstände zusammen, die den Besucherzahlen schadeten. So musste der Tierpark wegen der Maul- und Klauenseuche über mehrere Wochen schließen. Hinzu kamen häufig schlechtes Wetter, Bauarbeiten am U-Bahn- und Straßenbahnnetz im Sommer sowie eine allgemeine Zurückhaltung der Verbraucher bei Freizeitaktivitäten.
Entwicklung der Besucherzahlen und Einnahmen
In den Jahren 2020 bis 2023 stieg die Zahl der verkauften Eintrittskarten von 550.000 auf rund 776.000. Die tatsächliche Besucherzahl war aufgrund der Jahreskarten mehr als doppelt so hoch. Die Einnahmen erhöhten sich in diesem Zeitraum von 7,7 Millionen Euro auf 10,2 Millionen Euro.
Im Jahr 2024 gab es dann einen ersten Einbruch: Knapp 670.000 Karten wurden verkauft. Für 2025 wurden die genauen Zahlen nicht veröffentlicht, aber die Antwort der Senatsverwaltung deutet an, dass sie unter dem Niveau von 2024 lagen. Die SPD-Abgeordneten Andreas Geisel und Sebastian Schlüsselburg, die die Anfrage gestellt hatten, berichteten von einem Ticketverkauf, der im vergangenen Jahr 30 Prozent unter Plan gelegen habe. Die Einnahmen seien um mehr als eine Million Euro niedriger gewesen als im Jahr 2024.
Hoffnung auf die Rückkehr der Elefanten
Für das laufende Jahr 2026 orientiert sich der Tierpark an den Zahlen von 2024 als Vergleichs- und Planungsbasis. Besonders aufgrund der Rückkehr der Afrikanischen Elefanten als neue Attraktion hofft die Parkleitung auf eine Wiederbelebung des Besucherinteresses.



