Die Rettungsaktion für den gestrandeten Buckelwal Timmy in der Ostsee gerät zunehmend in Turbulenzen. Am Dienstagmorgen gab die Pressesprecherin des privaten Rettungsteams, Christiane Freifrau von Gregory, ihren sofortigen Rücktritt bekannt. Sie begründete ihren Schritt damit, dass die aktuellen Entwicklungen vor Ort nicht mehr mit den Werten ihres Teams vereinbar seien.
Bereits am Montag hatte die aus Hawaii eingeflogene Tierärztin Dr. Jenna Wallace das Team verlassen. Nach Informationen der Bild-Zeitung kam es zu internen Streitigkeiten. Umweltminister Till Backhaus (SPD) bestätigte Missverständnisse, die zu Wallaces Abreise führten. Er betonte, dass die Verantwortung für die Rettung allein bei der privaten Initiative liege.
Der Buckelwal Timmy liegt seit mehr als drei Wochen in einer Bucht vor der Insel Poel fest. Am Montag gab es noch Hoffnung auf eine Rettung, da der Wal ungewöhnlich aktiv war. MediaMarkt-Gründer Walter Gunz, der die private Initiative ins Leben gerufen hat, zeigte sich betroffen von den internen Querelen, betonte aber, dass das Projekt nicht gefährdet sei.
Gunz hatte den peruanischen Autor Sergio Bambaren ins Team geholt, der sich als „Wal-Flüsterer“ bezeichnet. Bambaren ist kein studierter Meeresbiologe, soll aber eine emotionale Verbindung zu dem Wal haben. Die Rettungsaktion wird von Außenstehenden zunehmend als chaotisch und unkoordiniert wahrgenommen.



