Mehr als 9.500 Schülerinnen und Schüler in Brandenburg haben in diesem Schuljahr ihr Abitur bestanden. 297 von ihnen erreichten die Traumnote 1,0, wie das Bildungsministerium mitteilte. Damit liegt der Anteil der Abiturienten mit der Bestnote bei 3,1 Prozent – ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr, als 3,7 Prozent der Absolventen eine 1,0 erzielten.
Abiturientenquote leicht gesunken
Die Gesamtquote der Abiturienten liegt bei knapp 92,9 Prozent und damit etwas unter dem Vorjahreswert von 94,3 Prozent. Die Durchschnittsnote bleibt dagegen stabil: Wie in den drei vorangegangenen Schuljahren beträgt sie 2,2.
Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) würdigte die Leistungen der Absolventen: „Die Abiturzeugnisse, die sie sich hart erarbeitet haben, sind ein Zeichen von Disziplin und Durchhaltevermögen. Das verdient unser aller Respekt.“
Prüfungsorganisation und Lehrermangel
Die schriftlichen Prüfungen wurden in zehn Fächern zentral organisiert, davon in sieben Fächern über den bundesweiten Abi-Pool. In 29 Fächern fanden die Prüfungen dezentral statt. Hoffmann, der selbst auf dem zweiten Bildungsweg studierte und den Abschluss der zehnten Klasse nach eigenen Angaben nur mit Müh und Not schaffte, betonte die Bedeutung von Bildungschancen.
Das kommende Schuljahr stellt Brandenburg vor Herausforderungen: Wegen Lehrkräftemangels ist der Kernunterricht nicht an allen Schulen abgesichert. Daher könnte die Zahl der Unterrichtsstunden angepasst werden. Die rot-schwarze Koalition plant, 250 zusätzliche Stellen zu schaffen.



