Indien, die größte Demokratie der Welt, geht mit Härte gegen demonstrierende Studierende vor. Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Schlagstöcke ein, um Proteste für ein gerechteres Bildungssystem zu unterdrücken. Die Aktionen richten sich gegen die Regierung von Premierminister Narendra Modi, der die jungen Talente des Landes eigentlich dringend für seine wirtschaftlichen Ambitionen benötigt.
Hintergrund der Proteste
Die Studenten fordern Reformen im Bildungssystem, insbesondere mehr Chancengleichheit und Zugang zu Hochschulen für benachteiligte Gruppen. Die Proteste begannen friedlich, eskalierten jedoch, als die Polizei mit Gewalt reagierte. In Neu-Delhi kam es zu massiven Ausschreitungen, bei denen zahlreiche Demonstranten festgenommen wurden.
Regierungsstrategie und Kritik
Beobachter kritisieren das Vorgehen der Regierung als unverhältnismäßig. Indien brauche dringend gut ausgebildete Fachkräfte, um seine Wirtschaft zu transformieren, doch die Unterdrückung von Kritik und die Einschränkung von Grundrechten gefährdeten diese Ziele. Die Regierung Modi verweist hingegen auf die Notwendigkeit von Recht und Ordnung.
Wirtschaftliche Bedeutung der Jugend
Indien hat eine der jüngsten Bevölkerungen der Welt. Über 65 Prozent der Inder sind unter 35 Jahre alt. Für Modis „Make in India“-Initiative und die Digitalisierung des Landes sind diese jungen Menschen unverzichtbar. Doch die Proteste zeigen eine tiefe Unzufriedenheit mit der Bildungspolitik, die viele Talente ungenutzt lässt.



