Zwölf Hektar große Bergbauhalde in Sachsen-Anhalt steht zum Verkauf
Bergbauhalde Niewandtschacht in Sachsen-Anhalt zu verkaufen

Im Landkreis Mansfeld-Südharz steht ein außergewöhnliches Baudenkmal zum Verkauf: die ehemalige Bergbauhalde Niewandtschacht im Gerbstedter Ortsteil Siersleben. Die Mitteldeutsche Sanierungs- und Entsorgungsgesellschaft (MDSE) sucht Bieter für das rund zwölf Hektar große Areal inklusive Schachtgebäude. Der Mindestpreis liegt bei 150.000 Euro. Interessenten können ihre Kaufangebote noch bis Ende Juni einreichen, wie eine Sprecherin der MDSE mitteilte.

Historischer Hintergrund des Niewandtschachts

Der Niewandtschacht geht auf zwei Kupferschieferschächte zurück, die ab 1869 abgeteuft wurden. Als Förderschächte waren sie von 1892 bis 1913 in Betrieb. Die Halde besteht hauptsächlich aus Bergematerial, das beim Abbau von Kupferschiefer anfiel. Heute ist das Gelände ein eingetragenes Baudenkmal. Die MDSE, ein landeseigenes Unternehmen, ist für die Sicherung, Sanierung und Entwicklung ehemaliger Industrie- und Bergbaustandorte zuständig.

Details zum Verkaufsobjekt

Die Verkaufsfläche umfasst etwa zwölf Hektar. Auf dem Gelände befinden sich zwei Deponiebereiche. Das Schachtgebäude ist Teil des Angebots. Die MDSE betont, dass es sich um eine besondere Immobilie handelt, die sowohl historisch als auch bergbautechnisch von Interesse sei. Der Mindestpreis von 150.000 Euro ist eine Vorgabe für die Bieter.

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Bedeutung für die Region

Der Verkauf des Niewandtschachts ist Teil der Nachnutzung von Bergbaustandorten in Sachsen-Anhalt. Die MDSE hat in der Vergangenheit bereits mehrere ähnliche Objekte erfolgreich vermarktet. Die Region Mansfeld-Südharz war jahrhundertelang vom Kupferschieferbergbau geprägt. Heute sind viele der ehemaligen Anlagen als Kulturdenkmäler geschützt. Der Niewandtschacht ist ein Zeugnis dieser industriellen Vergangenheit.

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