Berliner Gymnasium löst Möbelfinanzierung: Bundeshilfe gesichert
Berliner Gymnasium: Möbelfinanzierung durch Bund gesichert

Das Heinrich-Hertz-Gymnasium in Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg kann nun doch mit Geldern aus dem Sondervermögen des Bundes für seine Möbel und lose Erstausstattung rechnen. Dies gab Bildungsstadtrat Andy Hehmke (SPD) dem Tagesspiegel auf Anfrage bekannt. Die Finanzierungsfrage hatte das mathematisch-naturwissenschaftliche Elite-Gymnasium und den Bezirk monatelang beschäftigt.

Hintergrund der Finanzierungslücke

Lange Zeit war unklar, wie der Umzug des Gymnasiums in einen hochmodernen Neubau finanziert werden sollte. Insbesondere die Kosten für die sogenannte lose Erstausstattung – darunter Möbel, Laboreinrichtungen und technische Geräte – schienen nicht gedeckt. Der Bezirk hatte gehofft, auf das Sondervermögen des Bundes zurückgreifen zu können, das ursprünglich für Investitionen in Bildung und Infrastruktur vorgesehen ist.

„Wir haben nun die Zusage erhalten, dass die Mittel aus dem Sondervermögen fließen werden“, erklärte Hehmke. „Damit ist eine wichtige Hürde für den Umzug genommen.“ Die genaue Summe, die für die Ausstattung bereitgestellt wird, nannte er nicht, betonte aber, dass es sich um einen „erheblichen Betrag“ handele.

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Erleichterung an der Schule

Die Nachricht wurde an der Schule mit Erleichterung aufgenommen. Schulleiterin Dr. Martina Müller sprach von einem „lang ersehnten Durchbruch“. Die Ungewissheit habe die Planungen für den Umzug und den laufenden Schulbetrieb belastet. „Wir sind dem Bezirk und dem Bund sehr dankbar, dass nun Klarheit herrscht“, so Müller.

Der Neubau des Heinrich-Hertz-Gymnasiums gilt als eines der prestigeträchtigsten Bauprojekte im Berliner Bildungsbereich. Die Schule ist bekannt für ihre Schwerpunkte in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) und zählt zu den besten Gymnasien Deutschlands.

Auswirkungen auf andere Schulen

Die Entscheidung könnte auch Signalwirkung für andere Berliner Schulen haben, die auf ähnliche Finanzierungsprobleme stoßen. Hehmke kündigte an, dass der Bezirk nun prüfen werde, ob auch für weitere Einrichtungen Mittel aus dem Sondervermögen beantragt werden können. „Wir werden uns nicht auf diesem Erfolg ausruhen“, sagte er.

Der Umzug des Heinrich-Hertz-Gymnasiums soll planmäßig im nächsten Jahr erfolgen. Der Neubau bietet Platz für rund 1.200 Schüler und verfügt über modernste Labor- und Computerräume. Die Finanzierung der Baumaßnahmen selbst war bereits früher gesichert worden.

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