Die Berliner Bildhauerin Margarete Adler erschafft Figuren, die den Betrachter durch ihre fast lebensechte Erscheinung in den Bann ziehen. Ihre Skulpturen, oft aus Bronze oder Ton gefertigt, bestechen durch eine bemerkenswerte Detailtreue und eine tiefe emotionale Ausstrahlung. Adlers Werk umfasst sowohl realistische Porträts als auch abstrakte Formen, die den menschlichen Körper und seine Bewegungen einfangen.
Ein Leben für die Kunst
Margarete Adler, geboren 1978 in München, entdeckte schon früh ihre Leidenschaft für die Bildhauerei. Nach dem Studium an der Universität der Künste Berlin und mehreren Auslandsaufenthalten, unter anderem in Florenz und Paris, hat sie sich einen Namen in der Kunstszene gemacht. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, darunter in der Berlinischen Galerie und im Hamburger Bahnhof.
„Ich möchte, dass meine Figuren Geschichten erzählen“, sagt Adler. „Jede Falte, jede Geste ist bewusst gewählt, um eine bestimmte Stimmung oder ein Gefühl zu transportieren.“ Diese Philosophie spiegelt sich in ihren Werken wider, die oft alltägliche Momente oder intime Gesten darstellen.
Technik und Material
Adler arbeitet hauptsächlich mit Bronze und Ton, aber auch mit modernen Materialien wie Kunstharz. Der Prozess beginnt mit einer sorgfältigen Modellierung in Ton, gefolgt von einem aufwendigen Gussverfahren. „Die Arbeit mit Ton ist sehr direkt und erlaubt mir, schnell Änderungen vorzunehmen“, erklärt die Künstlerin. „Der Bronzeguss hingegen verleiht den Figuren eine zeitlose Beständigkeit.“
Ein besonderes Merkmal ihrer Skulpturen ist die Oberflächenbehandlung. Adler experimentiert mit verschiedenen Patinas, um Hauttöne und Texturen nachzuempfinden. „Ich strebe nicht nach perfekter Nachahmung, sondern nach einer Interpretation, die das Wesentliche einfängt“, betont sie.
Aktuelle Ausstellung
Noch bis zum 15. September 2024 sind Werke von Margarete Adler in der Galerie „Kunst Raum Berlin“ zu sehen. Die Ausstellung mit dem Titel „Menschlich – Figuren zwischen Realität und Traum“ zeigt 20 Skulpturen, die einen Querschnitt ihres Schaffens der letzten fünf Jahre bieten. „Es ist eine Reise durch die menschliche Emotion“, beschreibt Galeristin Anna Schmidt die Schau. „Adlers Figuren berühren den Betrachter auf eine seltene Weise.“
Die Ausstellung verzeichnet bereits regen Zulauf. Laut Galerieangaben haben in den ersten zwei Wochen über 1.200 Besucher die Werke gesehen. „Das Interesse ist überwältigend“, freut sich Adler. „Es zeigt, dass die figurative Kunst auch heute noch eine starke Anziehungskraft hat.“
Ein Blick in die Zukunft
Margarete Adler plant bereits neue Projekte, darunter eine Serie von Skulpturen zum Thema „Tanz und Bewegung“. „Ich möchte die Dynamik des Tanzes in Bronze einfangen“, verrät sie. Die Arbeiten sollen im nächsten Jahr in einer Einzelausstellung in der Kunsthalle München präsentiert werden.
Mit ihrer Kunst gelingt es Margarete Adler, Figuren zu erschaffen, die fast zu leben scheinen. Ihre Werke sind nicht nur technisch meisterhaft, sondern auch emotional berührend – ein seltenes Talent in der zeitgenössischen Bildhauerei.



