Der Freitag sollte heiß werden – das war klar. Die Redaktion des Tagesspiegel wollte genau wissen: Wo lässt es sich in Berlin bei diesen Temperaturen aushalten, und wo sucht man besser das Weite? Mit zwei Thermometern ausgestattet, machten sich die Reporter Rahel Kutzner und Emilio Nolte auf den Weg, um die gefühlte und tatsächliche Hitze an verschiedenen Orten der Stadt zu messen.
Im Bus: Klimaanlage als Retter
Um 11.15 Uhr zeigte das Thermometer im fast leeren Bus der Linie M41 auf der Strecke vom Potsdamer Platz bis zum Brandenburger Tor bescheidene 15,5 Grad Celsius. Die Außentemperatur lag zur gleichen Zeit bei 30,8 Grad – ein Unterschied von mehr als 15 Grad. Der Bus bot somit eine willkommene Abkühlung, auch wenn die Klimaanlage nicht überall gleich stark wirkte.
Hitzeprüfung an Plätzen und Imbissbuden
Die Messungen sollten nicht nur im Bus, sondern auch an anderen typischen Orten der Stadt durchgeführt werden. An belebten Plätzen wie dem Alexanderplatz oder an Imbissbuden, wo die Hitze durch Abwärme von Fritteusen und Grills zusätzlich verstärkt wird, erwarteten die Reporter noch höhere Werte. Die Ergebnisse sollen Aufschluss darüber geben, welche Orte in Berlin bei einer Hitzewelle gemieden werden sollten und wo man noch angenehme Temperaturen findet.
Warum der Test wichtig ist
Angesichts zunehmender Hitzewellen in deutschen Städten wird die Frage nach kühlen Rückzugsorten immer relevanter. Der Tagesspiegel-Test zeigt exemplarisch, wie groß die Temperaturunterschiede innerhalb einer Stadt sein können. Während der öffentliche Nahverkehr mit Klimaanlagen punktet, sind Plätze und Imbissbuden oft wahre Hitzeinseln. Die Redaktion plant, die Messungen im Laufe des Tages fortzusetzen und weitere Ergebnisse zu veröffentlichen.



