CSD Berlin 2026: Zwei Tage Party und Protest – Hunderttausende erwartet
CSD Berlin 2026: Zwei Tage Pride mit Hunderttausenden

Berlin steht vor dem größten CSD-Wochenende aller Zeiten. Erstmals wird an zwei Tagen demonstriert und gefeiert. Hunderttausende Menschen werden zum Christopher Street Day (CSD) in der Hauptstadt erwartet. Bereits am Freitag startet das Programm mit einem Drag March und Bühnenauftritten am Brandenburger Tor, unter anderem mit der Rapperin Ikkimel. Parallel dazu findet der Dyke*March statt. Am Samstag folgt die große Demonstration für queere Rechte durch Berlin, gefolgt von einer Party auf der Straße des 17. Juni mit einem Konzert von Sarah Connor.

S-Bahn-Sperrung beeinträchtigt Anreise

Die Berliner S-Bahn hat eine wichtige Sperrung angekündigt: Von Freitagabend (22 Uhr) bis Montagfrüh (1.30 Uhr) ist die Innenstadtstrecke zwischen Friedrichstraße und Zoologischer Garten unterbrochen. Betroffen sind die Linien S3, S5, S7 und S9. Ein Ersatzverkehr mit Bussen wird eingerichtet. Auch im Regionalverkehr gibt es Einschränkungen: Die Linien RE1, RE2 und RE7 fahren nicht zwischen Ostbahnhof und Charlottenburg. Der CSD empfiehlt, die Ringbahn, die S15 sowie die U-Bahnen U2 und U5 zu nutzen. Aufgrund der Sperrung könnten die U-Bahnen voller werden als in den Vorjahren, weshalb U-Bahnhöfe möglicherweise früher geschlossen werden.

Dyke*March am Freitag – nicht ohne Konflikte

Der Dyke*March zieht am Freitagabend ab 17 Uhr durch die Stadt und setzt ein Zeichen für lesbische Sichtbarkeit. Allerdings gibt es auch in diesem Jahr Querelen: Wegen des Streits um Palästina und Israel raten die „Lesben gegen Rechts“ vom Besuch ab. Der CSD betont jedoch, dass der Dyke*March ein wichtiger Bestandteil des Pride-Wochenendes ist.

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Queere Parteiorganisationen einigen sich auf gemeinsame Erklärung

In einem seltenen Schulterschluss haben die queeren Parteiorganisationen von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und FDP eine gemeinsame Erklärung zum CSD veröffentlicht. Sie sprechen sich darin für eine finanzielle Unterstützung der Bewerbung des Berliner CSD für den World Pride 2032 aus. „Politisch trennt uns Vieles – für manche auch über die Schmerzgrenze hinaus. Dessen sind wir uns bewusst. Bei einem Thema sind wir uns allerdings einig: Wir stärken dem Berliner CSD bei seiner Bewerbung für den World Pride 2032 den Rücken“, heißt es in der Erklärung. Die Organisationen fordern zudem, dass die Ausrichtung des World Pride finanziell verbindlich abgesichert wird, und wollen sich dafür einsetzen, dass dieses Vorhaben im nächsten Koalitionsvertrag verankert wird. Der World Pride könne Berlin als Regenbogenhauptstadt nachhaltig stärken – mit einer langfristigen Strategie für den Schutz queeren Lebens, die Förderung queerer Kultur und Infrastruktur sowie einem klaren Bekenntnis zu Vielfalt, Demokratie und dem Schutz der Menschenrechte.

Stargast am Freitag: Ikkimel

Die Berliner Rapperin Ikkimel tritt am Freitagabend am Brandenburger Tor auf. Der CSD rät, frühzeitig zu kommen, um einen guten Platz zu ergattern. Ikkimel ist bekannt für ihre provokanten Texte und wird mit Spannung erwartet.

Auftakt des CSD-Wochenendes

Zum ersten Mal in der Geschichte des Berliner CSD erstreckt sich das Programm über zwei Tage. Der Auftakt am Freitag umfasst einen Drag March, der am Nachmittag zum Brandenburger Tor zieht. Dort ist ein großes Bühnenprogramm zum Thema Demokratie und Gleichberechtigung geplant. Der CSD verspricht ein vielfältiges Programm mit Reden, Musik und Kultur.

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