Bei der geplanten Entwicklung des Golmer Nordens mit bis zu 1700 Wohnungen fordert der Ortsbeirat, dass die Bauverwaltung ausreichend Versickerungsflächen für Starkregen einplant. Anwohner und Beiratsmitglieder äußerten die Forderung bei der Sitzung am Dienstagabend, um Überflutungen und vollgelaufene Keller im Ortsteil zu verhindern.
Hintergrund der Sorge
Golm hat in der Vergangenheit mehrfach unter Starkregenereignissen gelitten, bei denen Straßen und Keller überflutet wurden. Die geplante Bebauung im Norden des Ortsteils könnte das Problem verschärfen, wenn nicht genügend Flächen zur Versickerung vorgesehen werden. Der Ortsbeirat betont, dass die Entwässerung von Anfang an mitgedacht werden müsse.
Forderungen an das Rathaus
Konkret verlangt der Ortsbeirat, dass die Stadt Potsdam bei der Bauleitplanung sicherstellt, dass Regenwasser vor Ort versickern kann und nicht in die Kanalisation geleitet wird. „Wir wollen keine abgesoffenen Keller wie in der Vergangenheit“, sagte ein Beiratsmitglied. Die Verwaltung müsse jetzt die Weichen stellen, damit die neuen Wohnungen nicht zu einer Dauerbelastung für die Anwohner werden.
Auswirkungen auf die Planung
Die Forderung des Ortsbeirats könnte die Baupläne verzögern oder verteuern. Bislang ist unklar, ob die Stadt ausreichend Flächen für Versickerungsanlagen eingeplant hat. Der Beirat will die weiteren Schritte genau verfolgen und gegebenenfalls nachbessern. Die Entwicklung des Golmer Nordens ist Teil des städtischen Wohnungsbauprogramms, das dringend benötigten Wohnraum schaffen soll.



