Ein schwerwiegender Vorfall ereignete sich an Bord eines British-Airways-Fluges von Hyderabad nach London: Alle drei Piloten klagten während des zehnstündigen Fluges über Magen-Darm-Beschwerden. Der Co-Pilot des Fluges BA276 kollabierte und musste mit Sauerstoff versorgt werden. Die beiden anderen Piloten konnten ihren Dienst trotz Übelkeit fortsetzen, ihr Zustand verschlechterte sich jedoch mit zunehmender Flugdauer. Die Maschine landete dennoch sicher auf dem Flughafen London-Heathrow.
Ursache noch unklar – Hotel im Verdacht
Die genaue Ursache der Erkrankungen ist bislang unklar. Üblicherweise essen Piloten aus Prinzip unterschiedliche Bordmahlzeiten, um genau solche Szenarien zu verhindern. Allerdings hatte die Crew nach Informationen der „Times of India“ gemeinsam in ihrem Hotel in Hyderabad gefrühstückt. Laut britischer Medien gab es in der Vergangenheit bereits Dutzende Beschwerden über die Hygienestandards in dem Hotel. Die Fluglinie hat eine dringende Untersuchung eingeleitet und prüft alternative Hoteloptionen in Hyderabad.
Hyderabad – ein riskantes Reiseziel für Lebensmittelvergiftungen
Die indische Metropole Hyderabad ist ein wichtiges Technologiezentrum Indiens und die viertgrößte Stadt des Landes. Der indische Subkontinent gilt für westliche Touristen als besonders riskant in Bezug auf Lebensmittelvergiftungen. Insbesondere Erkrankungen mit E.-coli-Bakterien oder Salmonellen können aufgrund mangelnder Hygiene und verunreinigtem Wasser gehäuft vorkommen. Das Leitungswasser in Hyderabad ist nicht trinkbar, auch Eiswürfel bestehen oft aus ungereinigtem Wasser. In der aktuellen Monsunzeit nehmen zudem Cholera- und Typhus-Fälle in Indien zu.



