Der amerikanische Fitness-Influencer Connor Murphy (†32) ist tot. Rettungskräfte bargen seinen Körper am Dienstag aus einem See in der thailändischen Provinz Samut Prakan. Der YouTuber, der auf seinem Kanal rund 2,4 Millionen Abonnenten hatte, war zuvor durch ein ungewöhnliches Verhalten aufgefallen.
Merkwürdiges Verhalten vor dem Tod
Nach Angaben der thailändischen Polizei waren Beamte am 7. Juli zu einer Wohnanlage im Bezirk Bang Phli gerufen worden. Zeugen berichteten, dass Murphy einem Autofahrer Geld angeboten, vor einem Fahrzeug geschrien und sich auf die Straße geworfen habe. Als die Polizei eintraf, soll der 32-Jährige nackt davongerannt und in einen nahegelegenen See gestiegen sein.
Gegen 15 Uhr Ortszeit meldete ein Zeuge eine regungslose Person im Wasser. Taucher entdeckten Murphys Leiche rund 20 Meter vom Ufer entfernt in einer Tiefe von mehr als zehn Metern. Die Behörden gaben an, dass es keine Hinweise auf Fremdverschulden gebe. Eine Obduktion soll die genaue Todesursache klären.
Fund von Spritzen und Tabletten
In Murphys gemietetem Haus fanden Ermittler laut dem thailändischen Nachrichtenportal „Thairath“ Farbflecken auf Möbeln und Elektrogeräten. In seinem Auto entdeckten sie zwei unbenutzte Spritzen sowie unbekannte Tabletten in einer Gürteltasche. Ob diese Gegenstände mit seinem Tod in Verbindung stehen, ist unklar.
Seine 22-jährige Freundin erklärte, sie habe Murphy nie Drogen konsumieren sehen und könne sich sein Verhalten nicht erklären. Die Hintergründe bleiben rätselhaft.
Vom Fitness-Star zur umstrittenen Internetfigur
Connor Murphy wurde bekannt mit Videos über Muskelaufbau, Ernährung und Selbstoptimierung. Später änderte er seine Inhalte radikal und sprach verstärkt über Spiritualität, ungewöhnliche Lebensphilosophien und persönliche Überzeugungen. Viele langjährige Fans äußerten ihre Sorge um ihn.
Zuletzt bewegte sich der YouTuber in der sogenannten „Looksmaxxing“-Szene, die eine extreme Optimierung des eigenen Aussehens propagiert. Neben Training und Ernährung werden dort Methoden wie „Bone Smashing“ – Schläge gegen das Gesicht – oder wissenschaftlich nicht belegte Behandlungen empfohlen. Experten warnen vor Verletzungsrisiken und unrealistischen Schönheitsidealen.
Der Fall wirft weiterhin viele Fragen auf. Die Ermittlungen dauern an.



