Gastbeitrag: Deutsche Doppelmoral – Ruhe im Zug? Klappe halten!
Deutsche Doppelmoral: Im Zug einfach mal die Klappe halten

In einem Gastbeitrag für den SPIEGEL prangert Hasnain Kazim die alltägliche Doppelmoral vieler Deutscher an. Sein zentraler Vorwurf: Die Menschen scheitern daran, elementare Regeln des Miteinanders zu begreifen – sei es im Ruheabteil des Zuges, auf der Straße oder beim Parken.

Lautes Telefonieren und Rücksichtslosigkeit im Alltag

Kazim beschreibt Szenen, die vielen bekannt vorkommen: Fahrgäste, die im Ruheabteil lautstark telefonieren, Autofahrer, die sich nicht an Tempolimits halten, oder das berüchtigte Parken in der zweiten Reihe. Diese Verhaltensweisen seien nicht nur Einzelfälle, sondern Ausdruck einer weit verbreiteten Missachtung von Regeln, die das Zusammenleben erleichtern sollen.

„Die Leute telefonieren lautstark im Zug, halten sich nicht an Tempolimits oder parken in der zweiten Reihe“, so Kazim. Er stellt die rhetorische Frage: „Warum scheitern so viele Menschen daran, elementare Regeln des Miteinanders zu begreifen?“

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Doppelmoral als gesellschaftliches Phänomen

Der Autor sieht darin eine tiefsitzende Doppelmoral: Während viele Deutsche von anderen Pünktlichkeit, Ordnung und Höflichkeit erwarten, nehmen sie es mit den eigenen Pflichten oft nicht so genau. Dieses Verhalten sei nicht nur ärgerlich, sondern untergrabe das Vertrauen in die soziale Ordnung.

Kazim appelliert an die Eigenverantwortung: „Im Ruheabteil sollte man einfach mal die Klappe halten.“ Sein Beitrag ist ein Plädoyer für mehr Achtsamkeit und Rücksichtnahme im öffentlichen Raum.

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