Im Berliner Zoo ist erneut Erdferkel-Nachwuchs zu verzeichnen. Das Jungtier, das von den Zoo-Mitarbeitern liebevoll als „kleiner Höhlenkobold auf vier Pfoten“ bezeichnet wird, erblickte bereits am 11. Juli das Licht der Welt. Die Eltern sind das Weibchen Memphis (7) und das Männchen Kito (10). Das Paar ist bereits für den Nachwuchs Frieda verantwortlich, der im vergangenen Jahr zur Welt kam.
Entwicklung des Jungtiers
Nach Angaben von Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem entwickelt sich der neue Familiennachwuchs „sehr gut“ und bringt bereits drei Kilogramm auf die Waage. Das Geschlecht des Jungtiers lasse sich derzeit nicht eindeutig bestimmen, so Knieriem. Mit etwas Glück könne das Tier schon in den kommenden Tagen bei seinen ersten vorsichtigen Erkundungen auf der Außenanlage beobachtet werden. Momentan verbringe das Tier noch viel Zeit in der Wurfhöhle.
Lebensweise der Erdferkel
Erdferkel sind nachtaktiv und verbringen den Tag schlafend. Sie sind Einzelgänger und leben normalerweise in der afrikanischen Subsahara-Region. Ihre Zunge kann bis zu 25 Zentimeter lang werden, womit sie Termiten und Ameisen blitzschnell auflecken können. Beim Buddeln können Erdferkel ihre Nasenlöcher verschließen, um zu verhindern, dass Erde in die Nase gelangt.
Der Berliner Zoo freut sich über den gelungenen Nachwuchs und hofft, dass Besucher bald die Möglichkeit haben, das Jungtier bei seinen ersten Erkundungstouren zu beobachten.



