Krankenschwester Kim Schiele (26), auf Instagram als Influencerin „Schwester Kim“ bekannt, gewährt Einblicke in ihren Arbeitsalltag in der Zentralen Notaufnahme (ZNA) der BG Klinik Ludwigshafen. Was sie dort erlebt, übertrifft oft jede Krankenhausserie. Im Gespräch mit BILD – mit Zustimmung der Klinikleitung – erzählt sie von den verrücktesten Fällen ihres Berufs und räumt mit Irrtümern über die Notaufnahme auf.
Glühbirne im Po: Ein Klassiker der Notaufnahme
Zu den kuriosesten Fällen zählt der einer Glühbirne, die ein Patient sich in den After eingeführt hatte. „Das kommt häufiger vor, als man denkt“, sagt Schiele. Die Birne musste unter Narkose entfernt werden. „Die Patienten schämen sich oft sehr, aber wir sind es gewohnt und behandeln jeden respektvoll.“
Finger an Rehrücken festgefroren
Ein anderer Fall: Ein Mann hatte seinen Finger an einem gefrorenen Rehrücken festgefroren, den er aus der Tiefkühltruhe holen wollte. „Er kam mit dem kompletten Braten in der Notaufnahme an“, erinnert sich die Krankenschwester. Die Rettung: Lauwarmes Wasser, um den Finger langsam zu lösen. „Das war einer der skurrilsten Anblicke, die ich je hatte.“
Alltag in der ZNA: Zwischen Ernst und Kuriosität
Kim Schiele betont, dass solche Fälle zwar Aufmerksamkeit erregen, aber nicht den Alltag dominieren. „Wir haben täglich echte Notfälle wie Herzinfarkte oder Schlaganfälle. Die kuriosen Geschichten sind die Ausnahme, aber sie lockern die Stimmung auf.“ Sie möchte mit ihren Einblicken auch Vorurteile abbauen: „Viele denken, wir sitzen nur herum und warten auf Patienten. Dabei ist es oft extrem hektisch.“
Irrtümer über die Notaufnahme
Ein häufiger Irrtum sei, dass Patienten mit Bagatellen wie Schnupfen in die ZNA kämen. „Das passiert leider oft, aber wir müssen priorisieren. Wer mit einem echten Notfall kommt, wird sofort behandelt.“ Sie appelliert an die Eigenverantwortung: „Bei leichten Beschwerden bitte erst den Hausarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst kontaktieren.“
Dankbarkeit und Humor im Beruf
Trotz der Belastung liebt Schiele ihren Job. „Die Dankbarkeit der Patienten ist das Schönste. Und die kuriosen Fälle sorgen für Anekdoten, die wir im Team noch lange erzählen.“ Die Influencerin nutzt ihre Reichweite, um über den Pflegeberuf aufzuklären. „Ich möchte zeigen, wie vielfältig und spannend dieser Job ist – auch wenn er manchmal verrückt ist.“



