Nach der jüngsten Hitzewelle in Berlin fordern die Grünen einen sofortigen Stopp aller geplanten Baumfällungen in der Hauptstadt. Die Co-Vorsitzende der Berliner Grünen, Bettina Jarasch, kritisierte den schwarz-roten Senat scharf: „Die Menschen quälen sich tagelang durch unerträgliche Hitze“ und sehnten sich nach Schatten, während der Senat weiter Bäume fällen lasse, statt mehr zu pflanzen. „Obwohl es immer weniger Autos in Berlin gibt und obwohl es immer heißer wird. Das lässt sich nicht sachlich erklären, das ist pure Ideologie“, so Jarasch.
Hitzewelle verdeutlicht Dringlichkeit von Klimaanpassung
Die aktuelle Hitzewelle hat die prekäre Lage in der Stadt erneut vor Augen geführt: Vertrocknete Gräser und Anpflanzungen auf Beeten vor dem Hauptbahnhof sind ein sichtbares Zeichen der Trockenheit, während die Bäume noch grüne Blätter tragen. Die Grünen argumentieren, dass Bäume essenziell für die Kühlung der Stadt seien und dass die Politik des Senats kontraproduktiv sei. „Berlin habe keine Zeit zu verlieren und könne sich die faktenfreie Politik des schwarz-roten Senats in Sachen Klimaschutz und -anpassung nicht länger leisten“, heißt es in der Pressemitteilung der Partei.
Streit zwischen Grünen und schwarz-rotem Senat
Der Vorstoß der Grünen sorgt für neuen Streit mit dem regierenden Senat aus CDU und SPD. Während die Grünen auf mehr Klimaschutz und den Erhalt von Grünflächen drängen, verweisen Senatsvertreter auf notwendige Bauprojekte und Sicherheitsaspekte. Jarasch hingegen betont, dass die Stadt dringend mehr Bäume pflanzen müsse, um die steigenden Temperaturen abzufedern. „Genauso wie Paris“: Steffen Krach will Miniparks am Gendarmenmarkt und Alex – ein Verweis auf ähnliche Initiativen in anderen Metropolen.
Forderung nach mehr Grün in der Hauptstadt
Die Grünen fordern nicht nur einen Fällstopp, sondern auch ein massives Aufforstungsprogramm. Angesichts der Klimakrise müsse Berlin endlich konsequent handeln, so die Partei. Die Diskussion dürfte in den kommenden Wochen anhalten, da der Senat seine Planungen für den Herbst vorstellt. Die Hitzewelle hat einmal mehr gezeigt, dass urbane Begrünung kein Luxus, sondern eine Überlebensnotwendigkeit ist. Die Forderung der Grünen findet dabei auch Unterstützung bei Umweltverbänden und Teilen der Bevölkerung.



