Roadtrip durch die USA: Kimmich, Raum, Wirtz – kleinste Gemeinde besucht
Roadtrip durch die USA: Kimmich, Raum, Wirtz besucht

Ein ungewöhnlicher Roadtrip führt durch die USA – zu Orten, die die Namen deutscher Nationalspieler tragen. Die Tour ist nichts für Massentourismus, denn viele dieser Orte sind Geisterstädte oder haben nur wenige Einwohner. Höhepunkt der Reise ist der Besuch der kleinsten Gemeinde der USA, Gross in Nebraska, die nur aus zwei Menschen besteht.

Start in Neuer, Pennsylvania

Die Reise beginnt in Neuer, Pennsylvania. Der Ort heißt eigentlich Newberrytown und hat 16.500 Einwohner. Mitte des 18. Jahrhunderts kamen deutsche Einwanderer in die Gegend und benannten die Ansiedlung in „Neuer“ um. Der Name ist heute noch in Kirchenarchiven zu finden.

Weitere Stationen sind Tah in Utah, einst eine Verladestation für die Eisenbahn nördlich des Großen Salzsees, von der heute kaum noch etwas zu sehen ist. In Anton, Texas, leben 907 Einwohner (Stand 2020). Das einzige Restaurant ist das Red Barn Taco Shack.

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Geisterstädte und historische Orte

Schlotterbeck in Iowa wurde im 19. Jahrhundert von deutschen Einwanderern gegründet, ist heute aber eine Geisterstadt. Der Name taucht nur noch in historischen Landkarten, alten Steuerregistern oder Kirchenarchiven auf. Brown, Providence in Rhode Island bietet eine Bildungseinrichtung: Die Brown University im Stadtteil College Hill gehört zur Ivy League, wurde 1764 gegründet und ist die siebtälteste Uni der USA mit rund 11.000 Studenten.

Raum in Illinois ist eine nicht selbständige Siedlung im Pope County, dem bevölkerungsärmsten Landkreis des Bundesstaates. Sie besteht aus weit verstreuten Häusern und landwirtschaftlichen Flächen, die Einwohnerzahl beträgt rund 50.

Kimmich, Texas – ein Geisterort

Kimmich in Texas ist der nächste Geisterort, den man nur noch auf alten Karten oder in Archiven findet. Im 19. Jahrhundert ließen sich dort viele Familien mit dem Nachnamen Kimmich nieder, betrieben Viehzucht und Baumwollanbau und gaben dem ländlichen Flecken informell seinen Namen.

Gross in Nebraska ist der kleinste Ort der USA – hier leben gerade einmal zwei Menschen: das Ehepaar Mike und Mary Finnegan. Er ist der Bürgermeister, sie die Kämmererin und Schriftführerin. Bis Februar 2026 führten die beiden zusätzlich das Nebrask Inn, das einzige Restaurant des Ortes. Da sie keine Käufer fanden, machten sie es nach Jahrzehnten dicht.

Weitere Stationen: Beier, Stiller, Wirtz

Beier in Montana ist eine weitere Geisterstadt ohne eigene Infrastruktur, Ortsschild oder Postleitzahl. Der Name existiert nur noch in historischen Archiven des Bundesstaates, alten Karten oder genealogischen Aufzeichnungen über die Pionierzeit. Stiller in Washington ist ebenfalls eine Geisterstadt, früher ein kleines Holzfällercamp, heute von der Natur komplett überwuchert.

Wirtz in Virginia ist dagegen ein echtes Städtchen mit eigener Postleitzahl (24184) und rund 4500 Einwohnern. Sehenswürdigkeit Nummer 1 ist die Gwin Dudley Home Site, eine historische Ausgrabungsstätte. Während der Prohibition in den USA (1920 bis 1933) wurde in der Gegend verbotenerweise Maisschnaps gebrannt. Heute kann man ihn ganz legal in den lokalen Brennereien probieren.

Route und Gesamtstrecke

Die von Google vorgeschlagene Route führt von der Brown University über Neuer, Wirtz, Raum, Schlotterbeck, Gross, Anton, Kimmich, Tah, Beier und Stiller. Die Gesamtstrecke beträgt rund 7100 Kilometer.

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