Harald Martenstein fragt: Was ist bloß los mit Indiens Fußball?
Martenstein: Was ist los mit Indiens Fußball?

Harald Martenstein (72) schreibt in seiner täglichen BILD-Kolumne über ein kurioses Phänomen: Indien, das bevölkerungsreichste Land der Welt mit 1,5 Milliarden Menschen, hat es erneut nicht zur Fußball-Weltmeisterschaft geschafft. Dabei wurde das Teilnehmerfeld auf 48 Teams erweitert. „Wieso zum Teufel habt ihr es denn schon wieder nicht zur Fußball-WM geschafft?“, fragt Martenstein die Inder direkt.

48 Teilnehmer – und Indien fehlt

Martenstein vergleicht die Situation mit dem Inselstaat Curaçao, der kaum größer als die brandenburgische Stadt Wittstock/Dosse sei. „Selbst das Wittstock/Dosse der Karibik war bei der WM dabei“, schreibt er. Curaçao hat etwa 444 Quadratkilometer Fläche, während Indien über 3,3 Millionen Quadratkilometer verfügt. Dennoch schaffte es die indische Nationalmannschaft nicht, sich zu qualifizieren.

Der Kolumnist weist darauf hin, dass Indien immerhin 41 Olympiamedaillen gewonnen hat und Fußball nach Cricket, Hockey und Badminton der viertbeliebteste Sport im Land ist. „Wo also ist das Problem?“, fragt er.

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Hitzefaktor oder Voodoo?

Ein möglicher Grund sei das heiße Klima, doch Martenstein kontert: „Glaubt ihr etwa, in Ecuador ist es nicht heiß?“ Zudem lebe auf Curaçao eine große indische Gemeinschaft. „Sobald ein Inder Indien verlässt, kann er plötzlich Fußball spielen? Das muss Voodoo sein“, scherzt er.

Martenstein holte sich Rat beim BILD-Sportreporter Walter M. Straten, der angeblich alles über Fußball weiß. „Selbst er wusste es nicht“, so Martenstein. Der Kolumnist lässt die Frage offen und fordert die Leser auf, ihm per E-Mail ihre Meinung zu schreiben.

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