Im Jahr 2025 haben in Deutschland insgesamt 1.571 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Habilitation erfolgreich abgeschlossen. Das gab das Statistische Bundesamt bekannt. Die Zahl der Habilitationen stieg damit geringfügig um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Frauenanteil sinkt leicht
Die Zahl der weiblichen Habilitierten sank um 2,5 Prozent auf 554, während die Zahl der männlichen Habilitierten um 2,1 Prozent auf 1.017 stieg. Der Frauenanteil betrug damit 35 Prozent – ein Rückgang um einen Prozentpunkt gegenüber 36 Prozent im Vorjahr. Damit setzt sich der Trend fort, dass Frauen in der akademischen Spitzenqualifikation unterrepräsentiert sind.
Humanmedizin dominiert
Die meisten Habilitationen entfielen wie in den Vorjahren auf die Fächergruppe Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften: 58 Prozent aller Habilitationen wurden hier abgeschlossen. 16 Prozent der Habilitationen entfielen auf den MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) und 13 Prozent auf die Geisteswissenschaften. Der Frauenanteil lag in den Geisteswissenschaften mit 39 Prozent und in der Humanmedizin mit 36 Prozent leicht über dem Durchschnitt, im MINT-Bereich mit 22 Prozent jedoch deutlich darunter.
Alter und Herkunft der Habilitierten
Die Habilitierten waren im Durchschnitt 42 Jahre alt. 192 Habilitationen wurden von ausländischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern abgeschlossen. Der Ausländeranteil stieg leicht von elf Prozent im Vorjahr auf zwölf Prozent im Jahr 2025.
Die Habilitation dient als Nachweis einer besonderen Befähigung für Lehre und Forschung in einem bestimmten Fachgebiet. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Humanmedizin weiterhin der mit Abstand stärkste Bereich ist, während der Frauenanteil insgesamt rückläufig ist.



