Ironman-Sabotage in Hamburg: Wie mit geplatzten Träumen umgehen?
Ironman-Sabotage: Umgang mit geplatzten Träumen

Ironman: Was tun, wenn (sportliche) Träume platzen?

Beim Ironman Hamburg beendeten ausgestreute Metallsplitter das Rennen von mehr als 100 Athleten. Unser Kolumnist hat aus seinen Enttäuschungen dieser Art einige Lehren gezogen.

Am ersten Juniwochenende erlebten beim Ironman Hamburg zahlreiche Athleten einen Albtraum: Ihr Rennen wurde durch mutwillige Sabotage beendet. Eine unbekannte Person hatte auf der Strecke Metallsplitter ausgestreut. Die Polizei und der Staatsschutz des Landeskriminalamts ermitteln.

Neben den wichtigen Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens, die sich aus diesem Vorgang ergeben, ist es für die betroffenen Menschen zunächst mindestens eine herbe Enttäuschung, und sie fragen sich vielleicht, wie sie damit umgehen sollen.

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Auch wenn mir bislang das Schicksal erspart blieb, dass eine mutwillige Störung mein Rennen beendet, kenne ich diese Situation. Nahezu jeder Hobbyathlet, der den Sport über viele Jahre betreibt, kennt solche Momente.

Diese sind auch wissenschaftlich untersucht. Dazu gab beispielsweise die Verschiebung von Wettbewerben wegen der Coronapandemie ausreichend Anlass. So stellte etwa die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio im Jahr 2020 die mentale Verfassung von Olympioniken auf eine harte Probe. Im besten Falle lenkten die Athletinnen und Athleten ihre Energie auf Dinge, die sonst zu kurz kamen und so halfen, mit der Enttäuschung umzugehen.

Lehren aus der Enttäuschung

Aus eigener Erfahrung weiß ich: Es ist wichtig, den Schmerz zuzulassen, aber sich nicht darin zu verlieren. Stattdessen kann man die Energie in neue Ziele oder andere Bereiche des Lebens lenken. Der Sport lehrt uns, dass Rückschläge zum Prozess gehören und oft neue Chancen eröffnen.

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