Wenn Schloss Sanssouci auf eine afrikanische Djembé-Trommel trifft und libanesische Berge auf afghanische Pflanzen, dann ist Kunst im Spiel: Das Projekt „W-I-R“ bringt seit Anfang Juni Menschen aus der Ukraine, dem Libanon, Angola, Afghanistan und Deutschland im Rechenzentrum zusammen, um große Stellwände zu bemalen. Ab Herbst sollen die Kunstwerke an verschiedenen Orten in Potsdam aufgestellt werden.
Ein Projekt für die Gemeinschaft
Das Kunst-Projekt „W-I-R“ – das für „Wir sind Potsdam“ steht – will die Diversität der Stadt sichtbar machen. „Es geht darum, dass Menschen mit internationalen Wurzeln ihre Geschichten und Perspektiven einbringen“, erklärt Tabea Hamperl, die das Projekt begleitet. Die Teilnehmenden arbeiten gemeinsam an den Stellwänden, die Motive aus ihren Herkunftsländern mit Potsdamer Sehenswürdigkeiten kombinieren. „Jeder Pinselstrich erzählt eine Geschichte von Heimat und Neuanfang“, so Hamperl.
Noch bis Mitte August offen für neue Teilnehmer
Wer Interesse hat, kann noch bis Mitte August einsteigen. Die Workshops im Rechenzentrum sind offen für alle, die kreativ werden möchten. „Wir heißen jeden willkommen, der Teil dieser bunten Gemeinschaft sein will“, sagt eine Teilnehmerin aus dem Libanon. Bisher haben rund 30 Kreativschaffende mitgemacht, darunter auch Kinder und Jugendliche. Die fertigen Stellwände werden nach dem Sommer an öffentlichen Plätzen wie dem Alten Markt oder dem Platz der Einheit ausgestellt.
Ein Zeichen für Zusammenhalt
Das Projekt wird vom Potsdamer Kulturamt unterstützt und soll ein Zeichen gegen Ausgrenzung setzen. „In Zeiten, in denen gesellschaftliche Spaltungen zunehmen, ist es wichtig, Räume für Begegnung zu schaffen“, betont die Organisatorin. Die Kunstwerke sollen nicht nur die Stadt verschönern, sondern auch zum Nachdenken anregen. „Wir wollen zeigen, dass Potsdam eine weltoffene Stadt ist“, so Hamperl abschließend.



