SPIEGEL+ Paywall: Artikel nach 30 Tagen oder 10 Aufrufen gesperrt
SPIEGEL+ Paywall: Artikel nach 30 Tagen oder 10 Aufrufen gesperrt (08.07.2026)

Der SPIEGEL hat seine Paywall verschärft. Seit Kurzem sind Artikel auf SPIEGEL.de nur noch eingeschränkt zugänglich. Nach Angaben des Nachrichtenmagazins können Leser einen Artikel maximal 30 Tage nach Veröffentlichung oder bis zu zehnmal kostenlos aufrufen. Danach wird der Inhalt hinter der Bezahlschranke von SPIEGEL+ blockiert.

Neue Zugangsbeschränkung für kostenlose Nutzer

Bislang waren viele Artikel auf der Website des SPIEGEL dauerhaft kostenlos lesbar. Mit der neuen Regelung will der Verlag die Zahl der Abonnements für sein Digitalangebot SPIEGEL+ erhöhen. Ein Sprecher des SPIEGEL erklärte: „Wir möchten unseren Lesern weiterhin hochwertigen Journalismus bieten. Dafür sind faire Erlöse notwendig. Die zeitliche und mengenmäßige Begrenzung des freien Zugangs ist ein Schritt in diese Richtung.“

SPIEGEL+ Abo-Modelle im Überblick

SPIEGEL+ kostet für Neukunden im ersten Monat 1 Euro, danach 5,99 Euro pro Woche. Alternativ gibt es ein Jahresabo mit 25 Prozent Rabatt, das für 4,49 Euro pro Woche angeboten wird. Das Abo beinhaltet den Zugriff auf alle S+-Artikel auf SPIEGEL.de und in der App, die wöchentliche digitale Ausgabe des SPIEGEL als E-Paper (PDF), das Digital-Archiv sowie den S+-Newsletter. Print-Abonnenten können einen rabattierten Digital-Zugang bestellen.

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Reaktionen und Auswirkungen

Die neue Paywall stößt bei einigen Lesern auf Kritik. In sozialen Medien beklagen sich Nutzer über die Einschränkung. Ein Kommentator schrieb: „Früher konnte man Artikel auch später noch lesen. Jetzt wird man gezwungen, sofort zu lesen oder zu zahlen.“ Der SPIEGEL hingegen betont, dass die Qualität des Journalismus erhalten bleiben müsse. „Wir investieren in Recherche und Hintergrundberichterstattung. Ein starkes Digitalgeschäft ist dafür unerlässlich“, so der Verlag.

Technische Umsetzung

Technisch wird die Zugangssperre über eine Cookie-basierte Zählung realisiert. Sobald ein Leser einen Artikel zehnmal aufgerufen hat oder die 30-Tage-Frist abgelaufen ist, erscheint eine Paywall mit dem Hinweis: „Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen. Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet.“ Danach wird der Leser aufgefordert, sich mit einem Digital-Abo anzumelden oder ein solches abzuschließen.

Vergleich mit anderen Medien

Andere deutsche Nachrichtenmedien wie die „Zeit“ oder der „FAZ“ verfolgen ähnliche Modelle. Die „Zeit“ bietet eine begrenzte Anzahl kostenloser Artikel pro Monat, während die „FAZ“ viele Inhalte nur hinter einer Bezahlschranke anbietet. Der SPIEGEL hatte bereits zuvor mit SPIEGEL+ ein Bezahlmodell, die neuen Einschränkungen sind jedoch strenger als zuvor.

Der Verlag hofft, durch die Maßnahme die Zahl der Digitalabonnenten zu steigern. Im vergangenen Jahr verzeichnete SPIEGEL+ nach eigenen Angaben ein Wachstum von rund 15 Prozent. Mit der verschärften Paywall soll dieser Trend fortgesetzt werden.

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