Lilly, damals 26 Jahre alt, liebt Frauen und wollte auf die Richtige warten, bevor sie Sex hat. Doch dann wurde sie an ihrem Lieblingsort, dem Fußballverein, von einem Mann vergewaltigt. Der Ort, der für Sicherheit und Gemeinschaft stand, wurde zum Tatort.
Der Missbrauch am vertrauten Ort
Der Vorfall ereignete sich in den Räumlichkeiten des Fußballvereins, in dem Lilly sich stets geborgen fühlte. Der Täter, ein Bekannter aus dem Verein, nutzte die vertraute Umgebung aus. Lilly erlitt nicht nur körperliche, sondern auch tiefe seelische Verletzungen.
Der Gang vor Gericht
Nach der Tat erstattete Lilly Anzeige. Das Gerichtsverfahren zog sich über Monate hin. „Ich wollte Gerechtigkeit, aber vor allem wollte ich meine Stimme zurück“, sagte Lilly im Prozess. Der Täter wurde schließlich zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.
Die Rückkehr an den Tatort
Um ihr Leben zurückzuerobern, kehrte Lilly an den Ort des Geschehens zurück. Sie betrat den Vereinssportplatz, der für sie lange tabu war. „Es war der schwerste Schritt, aber ich wollte nicht, dass dieser Ort für immer von der Tat bestimmt wird“, erklärte sie. Heute engagiert sie sich in einer Selbsthilfegruppe für Betroffene sexueller Gewalt.
Hilfe und Unterstützung
Lillys Geschichte zeigt, wie wichtig es ist, nach einer Vergewaltigung professionelle Hilfe zu suchen. Sie fand Unterstützung bei einer Opferberatungsstelle und in der Therapie. Ihr Rat an andere Betroffene: „Sucht euch Menschen, die euch glauben und unterstützen. Ihr seid nicht allein.“



