Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat sich erneut zu seinen Angaben über Telefonate am Tag des großen Stromausfalls Anfang Januar geäußert. „Durch meine Aussagen Anfang Januar ist ein Eindruck entstanden, den ich bis heute sehr bedauere“, schrieb er auf der Plattform X. Er habe am 3. Januar vor 13.00 Uhr zwei Telefonate geführt und darüber hinaus vor allem per Textnachrichten kommuniziert.
Wegner räumt Fehler ein
Bereits im März hatte Wegner in Gesprächen mit „Bild“ und „B.Z.“ eingeräumt: „Ja, ich habe kommunikative Fehler gemacht und möchte mich dafür bei allen Berlinerinnen und Berlinern entschuldigen.“ In seinem aktuellen X-Beitrag betonte er: „Für mich ist entscheidend, aus Fehlern zu lernen und es künftig besser zu machen.“
Der Regierende Bürgermeister stellte klar, dass Berlin die Stromkrise „deutlich schneller bewältigt“ habe als zunächst angenommen. „Das zählt für mich“, so Wegner. Sein Dank gelte allen Beteiligten.
Widersprüchliche Angaben zu Telefonaten
Hintergrund ist ein Bericht des „Tagesspiegels“, wonach Wegner entgegen früherer Aussagen am Vormittag des 3. Januar nicht dienstlich telefoniert habe. Die Senatskanzlei teilte der Zeitung mit: „Vielmehr fand der Austausch per Textnachrichten statt.“ Erst um 12.45 Uhr telefonierte Wegner mit Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey.
In einem Interview mit Welt TV am 7. Januar hatte Wegner erklärt: „Ich habe in der Tat um 8.08 Uhr begonnen, die Telefonate zu führen. Ich habe mit den Krisenstäben telefoniert, mit Stromnetz.“ Diese Aussage wurde später in Zweifel gezogen. Der „B.Z.“ sagte Wegner am 24. März, er habe vormittags per Textnachrichten mit seinem Stab kommuniziert, ein dienstliches Telefonat erwähnte er nicht.
Krisenmanagement im Fokus
Wegner stand am Dienstag erneut wegen seiner Kommunikation am ersten Tag des Stromausfalls in der Kritik. Der CDU-Politiker betonte nun, aus den Vorfällen lernen zu wollen. Die Stromkrise, die weite Teile Berlins lahmlegte, sei letztlich erfolgreich bewältigt worden.



