Das Potsdamer Klinikum „Ernst von Bergmann“ wird seine gefäßchirurgische und orthopädische Abteilung abwickeln. Grund dafür ist die bundesweite Krankenhausreform. Der kommunale Gesundheitsversorger gab dies am Montag in einer Erklärung bekannt.
Keine Bewertung der Teamarbeit
Das Klinikum betonte, die Entscheidung sei „ausdrücklich keine Bewertung der Arbeit der Teams“. Laufende Behandlungen und bereits geplante Termine würden geprüft und sollten „geordnet weitergeführt“ werden. Betroffene Patientinnen und Patienten würden „rechtzeitig und individuell über das weitere Vorgehen informiert“. Medizinisch notwendige Übergänge würden so vorbereitet, dass die kontinuierliche Versorgung jederzeit sichergestellt bleibe.
Konkrete Angaben noch ausstehend
Konkrete Angaben – etwa zu Zeitplan, betroffenen Stellen oder den Standorten, an die Patienten künftig verwiesen werden – machte das Klinikum bislang nicht. Eine Anfrage dieser Zeitung dazu wurde noch nicht beantwortet.
Hintergrund der Maßnahme
Hintergrund der Maßnahme seien neue bundesweite Vorgaben zur Einführung von sogenannten Leistungsgruppen, die unter anderem „personelle Qualifikationen und Mindestmengen stärker in den Fokus rücken“. Die Reform sehe vor, bestimmte Leistungen an einzelnen Standorten zu konzentrieren. Leistungen, die „an anderen Standorten bereits auf hohem Niveau angeboten werden“, sollen demnach künftig nicht mehr parallel vorgehalten werden.
Ziel: hochwertige Versorgung
„Krankenhäuser in ganz Deutschland müssen sich derzeit auf neue Rahmenbedingungen einstellen. Unser Ziel ist dabei klar: Die Menschen in Potsdam und Brandenburg sollen auch künftig auf eine hochwertige, verlässliche und wohnortnahe Versorgung vertrauen können“, sagte Tomislav Gmajnic, der Geschäftsführer der Klinik.



