Ganzkörper-MRT rettet Krebspatientin das Leben: Sieben Tumore entdeckt
Ganzkörper-MRT rettet Krebspatientin das Leben

Selbst bezahltes Ganzkörper-MRT deckt sieben Tumore auf

Für Sandra Keßeler-Jensen aus Seevetal begann eine vermeintliche Krebsheilung eine dramatische Wendung zu nehmen, als sie ein selbst finanziertes Ganzkörper-MRT durchführen ließ. Die heute 35-Jährige, die bereits als Kind schwer an Krebs erkrankt war und später Brustkrebs überstand, galt offiziell als krebsfrei. Doch die Bilder des MRTs zeigten sieben Tumore in ihrem Körper. „Wäre ich nicht mehr am Leben“, ist sie überzeugt. Die Untersuchung wurde zu einem Wendepunkt: Gemeinsam mit ihrem Mann Heiko gründete sie die gemeinnützige Organisation „AKTion gegen Krebs“, um andere Betroffene zu unterstützen und über die Bedeutung der Früherkennung aufzuklären.

Reguläre Nachsorge reichte nicht aus

Das Ehepaar hatte früh das Gefühl, dass die übliche Nachsorge nach der Krebsbehandlung nicht ausreicht. „Wir haben uns gefragt, ob wir wirklich sicher sein können, dass kein Tumor mehr da ist“, erklärt Sandra Keßeler-Jensen. Also investierten sie in zusätzliche Untersuchungen, darunter das Ganzkörper-MRT. Die Aufnahmen offenbarten die sieben Tumore, die bei der Standardnachsorge vermutlich übersehen worden wären. „Vermutlich zu spät“, fügt sie hinzu. Der Fall zeigt, wie viel Hoffnung in solch einer Untersuchung liegen kann, aber auch, dass sie nicht für alle Patienten erschwinglich ist.

Gründung der Organisation „AKTion gegen Krebs“

Nach der Entdeckung der Tumore beschlossen Sandra und Heiko Keßeler-Jensen, anderen Betroffenen zu helfen. Sie gründeten die Organisation „AKTion gegen Krebs“, die sich für bessere Früherkennung und Aufklärung einsetzt. „Wir wollen, dass niemand mehr durch das Raster fällt“, sagt Sandra. Die Organisation bietet Informationen zu Ganzkörper-MRTs und unterstützt Patienten bei der Finanzierung solcher Untersuchungen. Sandra selbst unterzieht sich regelmäßig MRTs, um sicherzustellen, dass kein neuer Tumor unbemerkt wächst.

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Ganzkörper-MRT: Hoffnung und Herausforderung

Der Fall von Sandra Keßeler-Jensen wirft ein Schlaglicht auf die Diskussion um Ganzkörper-MRTs. Während die Untersuchung bei ihr lebensrettend war, warnen Ärzte vor übertriebener Hoffnung. „Wir finden bei fast allen irgendwas“, erklärt ein Arzt im Selbsttest. Oft handelt es sich um harmlose Befunde, die zu unnötigen Eingriffen führen können. Dennoch zeigt Sandras Geschichte, dass die Technik in bestimmten Fällen entscheidend sein kann. Die Organisation „AKTion gegen Krebs“ setzt sich dafür ein, dass die Untersuchung für Risikopatienten zugänglicher wird.

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