Immer wenn ich das Wort „Gesundheitsreform“ höre, werde ich nervös. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) verspricht mehr Effizienz. Man weiß aus anderen Lebensbereichen, was Effizienz bedeuten kann: Mehr Aufgaben für den Einzelnen.
Selbst erlebte Effizienz im Krankenhaus
Unsere Autorin erlebte in der Klinik am eigenen Leib, was „mehr Effizienz“ im Gesundheitswesen bedeuten kann. Patienten und Familien müssen Dinge selbst übernehmen, die früher vom Personal erledigt wurden. Das führt zu zusätzlichem Stress und Belastung in einer ohnehin schwierigen Situation.
Die Schattenseiten der Reform
Die geplante Gesundheitsreform zielt darauf ab, Abläufe zu straffen und Kosten zu senken. Doch die Kehrseite ist, dass die Verantwortung zunehmend auf die Schultern der Patienten und ihrer Angehörigen verlagert wird. Von der Organisation der Pflege bis hin zu administrativen Aufgaben – alles bleibt an ihnen hängen.
Sabine Rennefanz plädiert dafür, dass Patienten nicht allein gelassen werden dürfen. Sie fordert, dass die Reform nicht nur auf Effizienz, sondern auch auf Menschlichkeit setzt. Niemand sollte ohne Unterstützung ins Krankenhaus gehen müssen.
Die Kolumne macht deutlich: Mehr Effizienz darf nicht bedeuten, dass diejenigen, die Hilfe brauchen, noch mehr leisten müssen. Es ist Zeit für eine Reform, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt.



