Harvard-Neurologin: Was jeder gegen Demenz tun kann
Harvard-Neurologin: Was jeder gegen Demenz tun kann

Die Harvard-Neurologin Dr. Reisa Sperling, eine weltweit führende Expertin für die Früherkennung von Alzheimer, gibt konkrete Ratschläge, wie jeder das Risiko für Demenz senken kann. Ihre Forschung konzentriert sich auf die Reduzierung schädlicher Proteine im Gehirn, die als Hauptverursacher der Alzheimer-Krankheit gelten.

Persönlicher Antrieb durch Familiengeschichte

Dr. Sperling hat den Kampf gegen Alzheimer nicht nur beruflich, sondern auch persönlich angenommen. In ihrer Familie gibt es mehrere Fälle von Demenz, was sie dazu motiviert, nach wirksamen Präventionsstrategien zu suchen. „Ich habe gesehen, wie diese Krankheit ganze Familien zerstören kann“, sagt sie. „Deshalb ist es mir so wichtig, frühzeitig einzugreifen.“

Frühzeitige Diagnose ist entscheidend

Die Neurologin betont, dass eine frühzeitige Diagnose von Alzheimer von großer Bedeutung ist. „Je früher wir die ersten Anzeichen erkennen, desto besser können wir das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen“, erklärt sie. Moderne bildgebende Verfahren und Biomarker-Tests ermöglichen es, schädliche Proteinablagerungen im Gehirn bereits Jahre vor dem Auftreten erster Symptome nachzuweisen.

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Was jeder zur Vorbeugung tun kann

Dr. Sperling empfiehlt eine Kombination aus gesunder Ernährung, regelmäßiger Bewegung und geistiger Aktivität. „Eine mediterrane Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Fisch und Olivenöl kann helfen, Entzündungen zu reduzieren und die Gehirngesundheit zu fördern“, sagt sie. Zudem sei tägliche Bewegung, wie zügiges Gehen oder Schwimmen, für mindestens 30 Minuten wichtig. Auch geistige Herausforderungen, wie das Erlernen einer neuen Sprache oder das Lösen von Rätseln, könnten das Gehirn fit halten.

Die Rolle von Schlaf und Stressmanagement

Ein weiterer wichtiger Faktor ist ausreichender Schlaf. „Während des Schlafs werden schädliche Proteine aus dem Gehirn abtransportiert“, erklärt die Harvard-Professorin. Sie rät zu mindestens sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht. Auch Stressmanagement-Techniken wie Meditation oder Yoga könnten helfen, das Risiko zu senken.

Dr. Sperling betont, dass diese Maßnahmen nicht nur das Risiko für Alzheimer verringern, sondern auch die allgemeine Gesundheit verbessern. „Es ist nie zu früh, mit der Prävention zu beginnen“, sagt sie abschließend.

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