Lungenentzündung: Tausende Tote jährlich – Ralph Siegel im künstlichen Koma
Lungenentzündung: Tausende Tote jährlich – Risiken erklärt

Der bekannte Komponist Ralph Siegel wurde aufgrund einer schweren Lungenentzündung in ein künstliches Koma versetzt. Die Erkrankung zählt in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen. Schätzungen zufolge erkranken jährlich zwischen 400.000 und 600.000 Menschen an einer ambulant erworbenen Lungenentzündung, wie der Lungeninformationsdienst der Helmholtz Gemeinschaft mitteilt. Davon müssen 270.000 bis 290.000 Patienten im Krankenhaus behandelt werden. Die Sterblichkeitsrate liegt bei vier bis dreizehn Prozent, was etwa 11.000 bis 37.000 Todesfälle pro Jahr bedeutet.

Symptome einer Lungenentzündung erkennen

Typische Anzeichen einer Lungenentzündung sind Schüttelfrost, Husten mit Auswurf, Brustschmerzen, Atemnot und plötzliches Fieber. Die Symptome können jedoch auch unspezifisch sein und mit einer Erkältung oder Grippe verwechselt werden. Besonders tückisch ist die Pneumokokken-Pneumonie, die oft ohne Vorwarnung zu akuter Luftnot und Sauerstoffmangel führt. Bei Säuglingen und Kleinkindern äußert sich die Erkrankung manchmal durch Trinkschwäche, Blässe und beschleunigten Puls. Bei älteren Menschen können die Symptome schwächer ausfallen oder ganz fehlen.

Wer ist besonders gefährdet?

Kinder unter zwei Jahren und Erwachsene über 60 Jahre haben ein erhöhtes Risiko, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift oder bereits geschwächt ist. Auch Menschen mit Vorerkrankungen oder einem geschwächten Immunsystem sind anfälliger. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion beim Niesen oder Husten.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Behandlung der Lungenentzündung

Die Behandlung erfolgt in der Regel mit Antibiotika wie Penicillin, die frühzeitig verabreicht werden sollten. Allerdings erschweren zunehmende Antibiotikaresistenzen die Therapie. Bei viralen Lungenentzündungen stehen oft keine wirksamen Medikamente zur Verfügung. In schweren Fällen ist eine Krankenhausbehandlung mit Sauerstoffgabe oder Beatmung notwendig. Der Lungeninformationsdienst betont: „Verläuft die Lungenentzündung schwer, kann auch eine Behandlung im Krankenhaus nötig werden. Wird ein Sauerstoffmangel festgestellt, kann die Gabe von zusätzlichem Sauerstoff helfen.“ Patienten sollten sich schonen, Bettruhe einhalten und viel Flüssigkeit zu sich nehmen.

Vorbeugung durch Impfung

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Pneumokokken-Impfung für Säuglinge ab zwei Monaten und für Erwachsene ab 60 Jahren. Bei schwerer Immunschwäche kann das Tragen einer FFP-2-Maske im Alltag zusätzlichen Schutz bieten, um die Tröpfchenübertragung zu reduzieren.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration