Thüringen: Weniger Krankschreibungen wegen Atemwegsinfekten
Thüringen: Weniger Krankschreibungen wegen Atemwegsinfekten

Krankschreibungen wegen Atemwegserkrankungen sind in Thüringen nach Angaben von Krankenkassen im ersten Halbjahr 2026 zurückgegangen. Bei der DAK sorgten Husten, Schnupfen, grippale Infekte, Influenza, Corona und Co. für 2,01 Krankheitstage je Beschäftigten, wie die Kasse mitteilte. In den ersten sechs Monaten 2025 waren es noch 2,6 Fehltage. Eine ähnliche Entwicklung beobachtet die Barmer: Sie registrierte im ersten Halbjahr je Versicherten im Schnitt 2,1 Krankheitstage wegen Atemwegsinfekten, nach 2,8 Tagen im Vorjahreszeitraum.

Schwächere Grippesaison als Grund

Der Rückgang wird auf eine mildere Grippesaison zurückgeführt. 2025 hatte eine schwere Grippewelle für volle Arztpraxen und einen massiven Anstieg der Fehltage wegen Atemwegserkrankungen gesorgt. In diesem Jahr verlief die Saison weniger heftig, was sich in den niedrigeren Krankschreibungszahlen widerspiegelt.

Trotz des Rückgangs bei Atemwegserkrankungen meldete die DAK von Januar bis Ende Juni insgesamt einen leicht erhöhten Krankenstand von 6,1 Prozent. Das bedeutet, dass an jedem Tag in diesem Zeitraum durchschnittlich 61 von 1.000 Beschäftigten krankheitsbedingt ausfielen – im Vorjahr waren es 60 von 1.000.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Psychische Erkrankungen steigen an

Thüringer DAK-Versicherte waren im ersten Halbjahr im Schnitt etwa zehn Tage krankgeschrieben. Die Dauer variiert je nach Erkrankung stark: Während Atemwegsinfekte mit sechs Tagen Krankschreibung verbunden waren, fielen Erwerbstätige mit psychisch bedingten Krankschreibungen – etwa wegen Depressionen, Ängsten und Burn-out – durchschnittlich 31,5 Tage aus. Die DAK hatte für die Analyse die Daten von 46.600 erwerbstätigen Versicherten in Thüringen ausgewertet. Die Kasse hat im Freistaat rund 130.000 Versicherte.

Barmer verzeichnet rückläufigen Krankenstand

Bei der Barmer mit in Thüringen rund 185.000 Versicherten ging der Krankenstand binnen Jahresfrist von 7,1 Prozent auf 6,3 Prozent zurück. Krankheitsbedingte Ausfälle dauerten hier im ersten Halbjahr im Schnitt 11,5 Tage. Damit bestätigt sich der Trend, dass der Krankenstand insgesamt leicht sinkt, aber psychische Erkrankungen eine immer größere Rolle spielen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration