Ein 33-jähriger Rechtsanwalt aus Berlin soll einen Kollegen während eines Termins am Arbeitsgericht tätlich angegriffen haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem Körperverletzung, versuchte gefährliche Körperverletzung und Beleidigung vor. Der Angeschuldigte schweigt zu den Körperverletzungsvorwürfen, bestreitet jedoch die Beleidigung.
Vorfall im Juni 2025
Bei einer Schlichtungsverhandlung im Juni 2025 soll der Anwalt den gegnerischen Kollegen im Gerichtssaal mehrfach grundlos mit den Fäusten geschlagen haben. Anschließend habe er einen Stuhl ergriffen und in Richtung des Kollegen zum Wurf ausgeholt. Der Angegriffene konnte sich in das Beratungszimmer des Richters retten.
Weitere Vorwürfe
Darüber hinaus soll der 33-Jährige im Dezember 2025 seiner eigenen Mandantin in einem Chat eine herabwürdigende sexualisierte Äußerung geschickt haben. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage erhoben.
Der Fall sorgt in der Berliner Anwaltschaft für Aufsehen. Das Verfahren wird voraussichtlich in den kommenden Monaten vor dem Amtsgericht Berlin verhandelt.



