Butterbrotmörder Wilhelm Blume: Serienkiller im Berliner Adlon
Butterbrotmörder: Serienkiller im Berliner Adlon

Zwischen 1918 und 1922 versetzte der Serienmörder Wilhelm Blume, bekannt als der „Butterbrotmörder“, Berlin in Angst und Schrecken. Seine Taten ereigneten sich in der luxuriösen Umgebung des berühmten Hotels Adlon und anderen Orten der Hauptstadt. Blume, ein erfolgloser Bühnenautor, tötete mehrere Menschen, um seine künstlerischen Ambitionen zu finanzieren.

Vom Bühnenautor zum Serienkiller

Wilhelm Blume träumte von einer Karriere als Dramatiker, doch seine Stücke fanden keine Anerkennung. Aus Frustration und Geldnot begann er, wohlhabende Gäste des Adlon-Hotels zu ermorden. Seine Opfer waren meist ältere Damen, die er mit vergifteten Butterbroten tötete – daher sein Spitzname. Laut historischen Aufzeichnungen gestand Blume mindestens fünf Morde, doch die tatsächliche Zahl könnte höher sein.

Die Taten im Luxushotel

Das Hotel Adlon, damals ein Symbol für Glamour und Reichtum, wurde zum Schauplatz von Blumes Verbrechen. Er suchte sich seine Opfer gezielt aus, indem er sie in den exklusiven Räumlichkeiten des Hotels ansprach und ihnen vergiftete Speisen anbot. Die Polizei stand zunächst vor einem Rätsel, da die Todesfälle auf natürliche Ursachen zurückgeführt wurden. Erst ein Überlebender konnte Blume identifizieren.

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Die Verhaftung und das Ende

1922 wurde Wilhelm Blume gefasst, nachdem eine seiner geplanten Taten scheiterte. Bei seiner Verhaftung fand die Polizei umfangreiche Aufzeichnungen, die seine kaltblütige Planung offenbarten. Vor Gericht zeigte Blume keine Reue und rechtfertigte seine Taten mit seinem künstlerischen Anspruch. Er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, aus der er 1933 entlassen wurde. Über sein weiteres Schicksal ist wenig bekannt.

Ein dunkles Kapitel Berliner Geschichte

Der Fall des „Butterbrotmörders“ ist ein erschütterndes Beispiel dafür, wie ein gescheiterter Künstler zum brutalen Serienmörder werden kann. Die Mordserie erschütterte das bürgerliche Berlin der Nachkriegszeit und zeigt die Abgründe der menschlichen Psyche. Historiker betonen, dass Blumes Taten nicht nur aus Habgier, sondern auch aus einem krankhaften Drang nach Anerkennung begangen wurden.

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