Die deutschen U20-Handballer haben bei der Europameisterschaft in Rumänien das Viertelfinale erreicht. Mit einem 32:30 (15:15)-Sieg gegen die Schweiz buchte die DHB-Auswahl bereits nach dem ersten Hauptrundenspiel das Ticket für die K.o.-Runde. Es war ein hart umkämpftes Spiel, das lange offen blieb.
Spielverlauf: Spannung bis zur Pause
Bundestrainer Martin Heuberger hatte vor der Partie die Defensive als Schlüssel genannt: Die deutsche „Beton-Abwehr“ hatte in der Vorrunde nur 70 Gegentore zugelassen, während die Schweiz mit 125 Treffern den stärksten Angriff stellte. In den ersten Minuten dominierte jedoch der deutsche Angriff. Rasmus Ankermann (18) vom THW Kiel traf fünfmal in 13 Minuten und hielt die Eidgenossen fast im Alleingang in Schach. Doch die Schweiz kämpfte sich zurück und zog auf 10:8 davon (16. Minute). Bis zur Halbzeit glich Deutschland aus, es stand 15:15.
Zweite Halbzeit: Deutsche Offensive überzeugt
Nach dem Seitenwechsel steigerte sich die DHB-Auswahl im Angriff und führte nach 35 Minuten mit 21:19. Tiago Cuencas (18) hielt die Schweiz mit zwölf Treffern im Spiel, aber gegen die kompakte deutsche Defensive und die starke Offensive reichte das nicht. Der 32:30-Sieg war verdient und von großer Bedeutung. Durch den Erfolg steht Deutschland bereits nach dem ersten Hauptrundenspiel sicher im Viertelfinale. Der Modus sieht vor, dass die beiden Gruppenbesten sowie die beiden besten Dritten weiterkommen. Da Deutschland in der Vorrunde bereits Frankreich mit 31:30 besiegt hatte und die Färöer gegen Frankreich deutlich verloren, entscheidet bei Punktgleichheit der direkte Vergleich für Deutschland.
Heuberger: „Mit Kräften haushalten“
„Wir wussten, dass in der Abwehr Schwerstarbeit auf uns zukommt“, sagte Martin Heuberger nach dem Spiel. „Die Jungs haben das mit Bravour gelöst. Ich hatte nach der Halbzeit nie das Gefühl, dass noch etwas passieren könnte. Die Breite unseres Kaders hat den Ausschlag gegeben.“ Am Dienstag (18.30 Uhr) trifft Deutschland auf die Färöer. Heuberger kündigte an: „Natürlich wollen wir auch dieses Spiel gewinnen, werden aber mit unseren Kräften haushalten.“



