Die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko ist nicht nur sportlich ein Großereignis, sondern auch ein Schauplatz für zahlreiche Prominente aus Königshäusern, Musik und Film. Sehen und gesehen werden – das gilt für die bisherigen Wochen des Turniers, und der Höhepunkt steht noch bevor: Zum Finale am 19. Juli in East Rutherford nahe New York wird der geballte internationale Promi-Auflauf erwartet, wenn in der Halbzeitshow unter anderem Shakira, Madonna und Justin Bieber auftreten.
Royals auf der Ehrentribüne
Trotz der großen Distanz zu den WM-Spielorten ist der Royal-Auflauf beträchtlich. König Felipe VI. von Spanien verfolgte bereits die Spiele seiner Nationalmannschaft und hofft auf die WM-Krönung des Europameisters. Zur langen Liste des Adels gehörten auch Prinz Daniel mit seinem Sohn Prinz Oscar (Schweden), König Abdullah II. von Jordanien, Japans Prinzessin Hisako Takamado sowie Norwegens Prinz Sverre Magnus und Prinzessin Ingrid Alexandra. Letztere umarmte in der Kabine Torjäger Erling Haaland, während Sverre Magnus in Oslo beim Rudern – einem inzwischen berühmten Anfeuerungsritual – mitmachte.
Ein besonderer Moment ereignete sich nach dem 0:0 von Außenseiter Curaçao gegen Ecuador: Die Mannschaft feierte den ersten WM-Punkt ausgelassen mit dem niederländischen Königspaar Willem-Alexander und Máxima in der Kabine. Torhüter Eloy Room gab der Königin im Überschwang ein Küsschen. „Máxima hat mich geküsst“, erzählte Room stolz, wurde aber von Trainer Dick Advocaat korrigiert: „Nein, du hast sie geküsst.“ Das Königspaar hatte zuvor auch Oranje bejubelt, als die Niederländer noch im Turnier waren. Willem-Alexander ist Staatsoberhaupt aller Länder des Königreichs, zu dem auch Curaçao gehört.
Prinz William, bekennender Fußballfan und Präsident des englischen Fußballverbands FA, war noch nicht bei der WM zu Gast. Wie die dpa aus Palastkreisen erfuhr, wird er auch im Viertelfinale der Engländer gegen Norwegen nicht dabei sein. Allerdings deutete William zuletzt an, im Stadion sein zu wollen, sollten die Three Lions das Endspiel erreichen.
Hollywood-Stars und Sportgrößen
Von den Größten der Filmbranche schauten viele im Stadion zu: Brad Pitt, Jessica Alba, Penélope Cruz, Edward Norton, Ashton Kutcher, Tom Cruise, Owen Wilson, Samuel L. Jackson, Salma Hayek, Leonardo DiCaprio, Jamie Foxx und Halle Berry ließen sich auf der Anzeigetafel zeigen und lächelten freundlich.
Die WM ist auch ein Stelldichein ehemaliger Fußball-Größen. David Beckham (mit Victoria), Ronaldo, Ronaldinho, Rio Ferdinand, George Weah und Carles Puyol waren zu sehen. Viele – wie die deutschen Weltmeister Bastian Schweinsteiger, Mats Hummels und Thomas Müller – sind als TV-Experten im Einsatz. Auch Helden anderer Sportarten ließen sich blicken: die Basketballer Anthony Edwards, Shai Gilgeous-Alexander, Trae Young, Jalen Brunson und Dirk Nowitzki, die American-Football-Stars Patrick Mahomes, Tom Brady, Jaxon Smith-Njigba und Micah Parsons sowie die ehemalige US-Fußballerin Alex Morgan und Erfolgstrainerin Jill Ellis.
Musik-Idole und Influencer
Shakira ist spätestens seit der WM 2010 („Waka Waka“) ein musikalischer Dauergast. Trotz ihres Scheidungskriegs mit Gerard Piqué präsentierte sie bei der Eröffnungsfeier im Aztekenstadion den offiziellen WM-Song „Dai Dai“. Beim WM-Start in den USA trat Katy Perry als Hauptact auf. Weitere prominente Besucher waren Schlagzeuger Travis Barker (Blink-182), die Rapper Nicki Minaj, Jay-Z, Travis Scott und Drake sowie Sängerinnen wie Sabrina Carpenter und Kelly Rowland.
Influencer überfluten das Mega-Event. It-Girls wie Paris Hilton mit Töchterchen im Stars-and-Stripes-Look und Reality-TV-Star Kylie Jenner waren präsent. Bill Gates war ebenfalls zu Gast. Donald Trump ließ sich bisher in keinem Stadion blicken, will aber die wohl größte Bühne der Welt beim WM-Finale nutzen – und zusammen mit FIFA-Präsident Gianni Infantino den Pokal an die Weltmeister überreichen.



